Können Rückstände von Entschäumer-Tabletten die Sensoren in Haushaltsgeräten blockieren?

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Ja, Rückstände von Entschäumer-Tabletten (oder flüssigen Entschäumern) können unter bestimmten Umständen die Sensoren in Haushaltsgeräten beeinträchtigen oder blockieren.

Hier ist eine detaillierte Erklärung, wie das passiert und welche Sensoren betroffen sein können:

1. Wie es zur Blockierung kommt

Die meisten Entschäumer basieren auf Silikonölen (z. B. Simethicon) oder speziellen Tensiden. Diese Stoffe sind darauf ausgelegt, die Oberflächenspannung von Wasser zu verändern. Das Problem:

  • Filmbildung: Silikonöle sind extrem wasserabweisend und neigen dazu, einen dünnen, klebrigen Film auf Oberflächen zu bilden.
  • Ablagerungen: An diesem Film bleiben wiederum andere Partikel hängen (Flusen, Kalk, Waschmittelreste), was zu einer hartnäckigen Schicht führen kann.

2. Betroffene Sensoren und Geräte

In der Waschmaschine:

  • Druckwächter / Niveausensor: Dieser misst den Wasserstand oft über eine Luftfalle (ein kleines Röhrchen). Wenn sich im Bereich der Luftfalle Entschäumer-Reste und Schmutz ansammeln, kann dies die Luftzufuhr blockieren. Die Maschine „denkt“ dann, sie sei leer (obwohl sie voll ist) oder umgekehrt.
  • Trübungssensoren: Optische Sensoren messen, wie schmutzig das Wasser ist, um Spülgänge anzupassen. Ein Schmierfilm auf der Linse des Sensors verfälscht die Messergebnisse.

In der Spülmaschine:

  • Aqua-Sensor: Auch hier handelt es sich um einen optischen Sensor. Ein Film aus Entschäumerresten kann dazu führen, dass die Maschine dauerhaft glaubt, das Wasser sei noch schmutzig, was zu extrem langen Programmlaufzeiten führt.
  • Membranschalter: Ältere Maschinen nutzen Membranen zur Wasserstandsmessung. Wenn diese durch Rückstände verkleben oder verhärten, schalten sie nicht mehr korrekt.

In Staubsaugern mit Wasserfilter / Waschsaugern:

  • Elektronische Feuchtigkeitssensoren: Diese schalten das Gerät ab, wenn der Tank voll ist. Ein Silikonfilm kann die Leitfähigkeit der Sensoren isolieren, sodass das Gerät nicht abschaltet und Wasser in den Motor saugt.

3. Wann ist das Risiko besonders hoch?

  • Überdosierung: Wenn regelmäßig mehr Entschäumer verwendet wird, als die Maschine abbauen oder ausspülen kann.
  • Niedrige Temperaturen: Bei Waschgängen mit 20°C oder 30°C lösen sich die öligen Bestandteile des Entschäumers schlechter auf und lagern sich eher ab.
  • Kombination mit Kalk: In Regionen mit hartem Wasser verbinden sich Entschäumerreste oft mit Kalkseife zu einer zähen Masse.

4. Was kann man dagegen tun?

  1. Heiß waschen: Führen Sie regelmäßig einen Leerlauf bei 90°C oder 95°C mit einem Vollwaschmittel (Pulver) durch. Die Hitze und die Bleiche im Pulver lösen die meisten Silikon- und Fettfilme.
  2. Maschinenreiniger: Verwenden Sie spezielle Maschinenpfleger, die fett- und kalklösend wirken.
  3. Ursache statt Symptom bekämpfen: Entschäumer werden meist nur gebraucht, wenn zu viel oder das falsche Waschmittel verwendet wurde. Eine Reduzierung der Waschmittelmenge (besonders bei weichem Wasser) macht Entschäumer oft überflüssig.

Fazit: Ein gelegentlicher Einsatz ist meist unbedenklich, aber bei dauerhafter Nutzung ohne regelmäßige Reinigung bei hohen Temperaturen können Sensoren tatsächlich "blind" werden oder Fehlermeldungen auslösen.