Können andere elektronische Geräte das Signal des WLAN-Routers stören?
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Ja, absolut. Viele elektronische Geräte im Haushalt können das WLAN-Signal stören, da sie entweder auf denselben Frequenzen funken oder elektromagnetische Felder erzeugen, die die Funkwellen beeinflussen.
Hier sind die häufigsten Störquellen, unterteilt nach Kategorien:
1. Geräte auf derselben Funkfrequenz (2,4 GHz)
Das 2,4-GHz-Band ist besonders anfällig, da es von sehr vielen Geräten genutzt wird.
- Mikrowellen: Dies ist der Klassiker. Mikrowellen arbeiten fast auf derselben Frequenz wie WLAN. Wenn sie schlecht abgeschirmt sind, kann das WLAN-Signal komplett einbrechen, während die Mikrowelle läuft.
- Bluetooth-Geräte: Tastaturen, Mäuse, Lautsprecher und Kopfhörer nutzen ebenfalls 2,4 GHz. Zwar nutzen sie „Frequency Hopping“, um Störungen zu vermeiden, aber bei vielen aktiven Geräten kann es dennoch zu Verzögerungen kommen.
- Babyphone und Funk-Überwachungskameras: Viele ältere oder günstige Modelle senden ein konstantes Signal auf 2,4 GHz aus, was den Router massiv stören kann.
- Schnurlose Telefone (DECT): Ältere Modelle können Frequenzbereiche belegen, die das WLAN beeinträchtigen.
2. Elektromagnetische Störungen
- USB 3.0-Anschlüsse: Es klingt kurios, aber unzureichend abgeschirmte USB 3.0-Kabel oder -Anschlüsse (z. B. an externen Festplatten) können Funkstörungen im 2,4-GHz-Bereich verursachen, wenn sie sich direkt neben dem Router oder dem WLAN-Empfänger befinden.
- Netzteile und Elektromotoren: Billige oder defekte Netzteile können ein „Rauschen“ im Stromnetz und in der Luft verursachen. Auch Geräte mit starken Elektromotoren (z. B. Laufbänder oder Kühlschränke) können beim Anlaufen kurzzeitige Störungen verursachen.
3. Physikalische Hindernisse (die oft für „Geräte“ gehalten werden)
Manche Gegenstände stören nicht durch eigene Funkwellen, sondern blockieren das Signal:
- Fernseher und Monitore: Die großen Metallflächen und die Elektronik in modernen TVs wirken wie ein Schutzschild für WLAN-Wellen. Steht der Router direkt hinter dem Fernseher, leidet die Reichweite extrem.
- Aquarien: Wasser absorbiert WLAN-Signale (besonders im 5-GHz-Bereich) sehr stark.
- Spiegel: Die Silber- oder Metallbeschichtung auf der Rückseite von Spiegeln reflektiert Funkwellen und kann „tote Winkel“ verursachen.
- Fußbodenheizung: Die Wasserrohre oder Metalldrähte im Boden wirken wie ein Gitter, das Signale zwischen Stockwerken fast komplett abblocken kann.
4. Andere WLAN-Router
In Mietshäusern sind die WLANs der Nachbarn oft die größte Störquelle. Wenn zu viele Router auf demselben Kanal funken, „stauen“ sich die Datenpakete.
Was kann man dagegen tun?
- Auf 5 GHz oder 6 GHz umsteigen: Das 5-GHz-Band bietet mehr Kanäle und wird von weniger Haushaltsgeräten (wie Mikrowellen) genutzt. Es hat zwar eine geringere Reichweite durch Wände, ist aber oft stabiler.
- Router-Position optimieren: Der Router sollte frei stehen, nicht im Schrank, nicht direkt auf dem Boden und nicht unmittelbar neben anderen elektronischen Geräten (wie dem Fernseher oder der Basisstation des Telefons).
- Kanal wechseln: In den Router-Einstellungen kann man oft manuell einen weniger belegten Kanal wählen (oder die „Autokanal“-Funktion nutzen).
- USB-Kabel abschirmen: Wenn eine externe Festplatte das WLAN am Laptop stört, hilft oft ein hochwertigeres, besser abgeschirmtes USB-Kabel oder ein größerer Abstand zwischen Festplatte und Gerät.
- Abstand halten: Halten Sie den Router mindestens 1 bis 2 Meter von anderen funkenden Geräten oder großen Metallflächen fern.