Kann Body Butter auch für die Pflege der Gesichtshaut verwendet werden?

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Die kurze Antwort lautet: Ja, man kann – aber es ist für die meisten Menschen nicht empfehlenswert.

Obwohl Body Butter hervorragend für den Körper geeignet ist, unterscheidet sich die Gesichtshaut in ihrer Struktur und ihren Bedürfnissen stark von der restlichen Körperhaut.

Hier sind die wichtigsten Punkte, die du beachten solltest:

1. Verstopfte Poren (Komedogenität)

Body Buttern basieren meist auf schweren Lipiden wie Kakaobutter, Kokosöl oder hohen Konzentrationen von Sheabutter.

  • Das Problem: Diese Inhaltsstoffe sind oft „komedogen“, das heißt, sie können die Poren verstopfen.
  • Die Folge: Da die Gesichtshaut viel mehr Talgdrüsen hat als die Haut an Beinen oder Armen, führt Body Butter im Gesicht häufig zu Unreinheiten, Mitessern oder Akne.

2. Zu reichhaltig und schwer

Die Gesichtshaut ist deutlich dünner und empfindlicher. Eine Body Butter bildet einen schweren Schutzfilm (okkulsiv), der die Haut zwar vor Feuchtigkeitsverlust schützt, sie aber auch „ersticken“ kann.

  • Besonders bei Mischhaut oder öliger Haut führt dies zu einem extrem glänzenden Film und einem unangenehmen Schweregefühl.

3. Reizungen durch Duftstoffe

Body Butter ist oft stärker parfümiert als Gesichtspflege.

  • Das Risiko: Die dünne Gesichtshaut reagiert viel sensibler auf Duft- und Konservierungsstoffe. Es kann zu Rötungen, Brennen oder allergischen Reaktionen kommen, besonders in der Augenpartie.

4. Fehlende Wirkstoffe

Gesichtspflege ist meist so formuliert, dass sie spezifische Probleme löst (z. B. Hyaluronsäure für Feuchtigkeit, Vitamin C für Ausstrahlung oder Retinol). Body Butter dient primär dem reinen Schutz und der Rückfettung – sie bietet der Gesichtshaut meist nicht die Vitamine und Feuchtigkeitsspender, die sie benötigt.


Wann kann man Body Butter trotzdem im Gesicht verwenden?

Es gibt Ausnahmen, in denen Body Butter (oder reine Naturbutter) im Gesicht hilfreich sein kann:

  1. Extrem trockene Stellen: Wenn du im Winter extrem schuppige, trockene Stellen hast (z. B. an den Wangen), kann ein kleiner Klecks als Kälteschutz dienen.
  2. Reine Sheabutter: Wenn die „Body Butter“ aus 100 % reiner, unparfümierter Sheabutter besteht. Sheabutter gilt als kaum komedogen und wird oft gut vertragen.
  3. Neurodermitis oder extrem barrieregestörte Haut: Hier kann die fettreiche Barriere einer Butter helfen, die Haut zu beruhigen, sofern keine reizenden Duftstoffe enthalten sind.

Mein Tipp:

Wenn du deine Body Butter aufbrauchen möchtest, nutze sie lieber für Ellbogen, Knie oder Füße. Für das Gesicht solltest du eine Creme wählen, die explizit als „nicht komedogen“ gekennzeichnet ist und auf deinen Hauttyp abgestimmt wurde.

Hast du eher trockene, ölige oder empfindliche Gesichtshaut? Dann kann ich dir gezielter sagen, worauf du bei der Wahl deiner Creme achten solltest.

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