In welchen Branchen ist der Einsatz von Kundenstoppern besonders verbreitet?

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Kundenstopper (auch Gehwegaufsteller oder A-Aufsteller genannt) sind ein klassisches Instrument des Point-of-Sale-Marketings (POS). Ihr Hauptzweck ist es, die Aufmerksamkeit von Passanten im Vorbeigehen zu gewinnen und sie in ein Geschäft oder Lokal zu locken.

Besonders verbreitet ist ihr Einsatz in Branchen mit hohem Publikumsverkehr und spontanen Kaufentscheidungen. Hier sind die wichtigsten Branchen im Überblick:

1. Gastronomie & Hotellerie

Dies ist vermutlich der Bereich, in dem Kundenstopper am häufigsten anzutreffen sind.

  • Restaurants & Bistros: Anzeige der Tageskarte, Mittagsangebote oder spezieller Saisongerichte (z. B. „Spargelzeit“).
  • Cafés & Bäckereien: Bewerbung von Kaffee-Kuchen-Deals oder frischen Backwaren.
  • Bars & Kneipen: Ankündigung von Happy Hours, Live-Musik-Events oder Fußballübertragungen.
  • Eisdielen: Präsentation der aktuellen Eissorten oder Becher-Variationen.

2. Einzelhandel

Hier dienen sie dazu, Rabatte zu kommunizieren und Passanten in die Verkaufsräume zu leiten.

  • Bekleidungsgeschäfte & Boutiquen: Bewerbung von Schlussverkäufen (Sale), neuen Kollektionen oder Sonderaktionen.
  • Schuhgeschäfte: Fokus auf saisonale Angebote (z. B. Winterschuhe reduziert).
  • Buchhandlungen: Empfehlungen für Bestseller oder Hinweise auf Autorenlesungen.
  • Lebensmittelgeschäfte & Kioske: Angebote der Woche oder Hinweise auf Lottostellen und Postdienste.

3. Dienstleistungsgewerbe

Vor allem Betriebe, die auf Laufkundschaft angewiesen sind oder freie Termine besetzen wollen, nutzen Aufsteller.

  • Friseursalons & Barbershops: Hinweis auf „Termine frei“ oder Preislisten für Standardleistungen.
  • Kosmetikstudios & Nagelstudios: Bewerbung spezieller Behandlungen oder Eröffnungsangebote.
  • Reisebüros: Präsentation von Last-Minute-Angeboten oder Top-Reisezielen.
  • Reinigung & Schneiderei: Kurze Übersicht über Preise und Services.

4. Gesundheitswesen & Apotheken

In dieser Branche geht es oft um Information und Vertrauen.

  • Apotheken: Bewerbung von saisonalen Gesundheitsprodukten (z. B. Vitamine im Winter, Sonnenschutz im Sommer) oder Kosmetiklinien.
  • Optiker & Akustiker: Hinweise auf kostenlose Sehtests oder Rabatte auf Brillenfassungen.

5. Handwerk & Werkstätten

Kundenstopper werden hier oft genutzt, um auf die Präsenz in Hinterhöfen oder Gewerbegebieten aufmerksam zu machen.

  • Fahrradwerkstätten: Hinweis auf Inspektionstermine oder Zubehörverkauf.
  • Schlüsseldienste: Schnelle Hilfe und Sofort-Service-Ankündigung.

6. Event- und Messewesen

Auf Veranstaltungen dienen sie der Orientierung und Information.

  • Messen: Wegweiser zu bestimmten Ständen oder Programminformationen.
  • Kultur & Kino: Hinweise auf aktuelle Vorstellungen oder Ticketpreise.

Warum sind sie so effektiv?

  1. Augenhöhe: Im Gegensatz zu Schildern über der Tür befinden sich Kundenstopper direkt im Sichtfeld der Fußgänger.
  2. Flexibilität: Der Inhalt kann täglich gewechselt werden (besonders bei Kreidetafeln oder Klapprahmen).
  3. Spontaneität: Sie sprechen den Impuls des Passanten an, kurz stehen zu bleiben und einzutreten.

Ein wichtiger Hinweis für Unternehmen: In vielen Städten ist das Aufstellen von Kundenstoppern auf öffentlichem Grund genehmigungspflichtig („Sondernutzung des öffentlichen Straßenraums“), da sie Hindernisse für Blinde oder Menschen mit Kinderwagen darstellen können. Hier sollte man sich vorab beim örtlichen Ordnungsamt informieren.

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