Gibt es vegetarische oder vegane Varianten der Frühlingsrolle?

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Ja, absolut! Vegetarische und vegane Frühlingsrollen sind sogar extrem verbreitet und gehören in fast jedem asiatischen Restaurant zum Standardangebot.

Hier ist ein Überblick über die verschiedenen Varianten und worauf du achten solltest:

1. Die klassische vegetarische/vegane Füllung

Die meisten fleischlosen Frühlingsrollen bestehen aus einer Kombination der folgenden Zutaten:

  • Gemüse: Viel Kohl (meist Weißkohl oder Chinakohl), geraspelte Karotten und Mungobohnenkeimlinge.
  • Pilze: Oft werden getrocknete Mu-Err-Pilze (Black Fungus) oder Shiitake verwendet, die für einen herzhaften "Umami"-Geschmack sorgen.
  • Glasnudeln: Diese geben der Füllung Struktur.
  • Tofu: In vielen authentischen oder veganen Varianten wird fein gewürfelter oder zerdrückter Tofu als Proteinquelle hinzugefügt.
  • Gewürze: Sojasauce, Ingwer, Knoblauch, Sesamöl und manchmal ein Hauch Fünf-Gewürze-Pulver.

2. Der Teig (Ist er immer vegan?)

Hier muss man unterscheiden:

  • Standard-Frühlingsrollen-Teig: Dieser besteht in der Regel nur aus Weizenmehl, Wasser und Salz. Er ist also von Natur aus vegan.
  • Eierrollen (Egg Rolls): Vor allem in der amerikanisch-chinesischen Küche gibt es "Egg Rolls", deren Teig Ei enthält. In Deutschland sind die klassischen, dünnen, knusprigen Frühlingsrollen beim Asiaten oder aus der Tiefkühltruhe aber meist eifrei.
  • Reispapier: Vietnamesische Frühlingsrollen (die frittierte Variante namens Chả giò chay) werden oft mit Reispapier umhüllt, das ebenfalls vegan ist.

3. Verschiedene Varianten

  • Mini-Frühlingsrollen: Die kleinen Rollen, die man oft als Vorspeise oder im Tiefkühlregal findet, sind fast immer rein pflanzlich (Gemüsefüllung).
  • Vietnamesische Sommerrollen (Gỏi cuốn): Diese sind die unfrittierte Variante. Sie bestehen aus Reispapier, frischen Kräutern, Salat, Reisnudeln und oft Tofu oder Avocado. Diese sind fast immer vegan (solange keine Fischsauce im Dip ist).
  • Spezialfüllungen: Moderne Varianten nutzen auch Zutaten wie Glasnudeln mit Spinat, Süßkartoffeln oder sogar Curry-Gemüse-Mischungen.

4. Worauf Veganer achten sollten:

Obwohl die Füllung und der Teig oft vegan sind, gibt es zwei kleine "Fallen":

  1. Das Bindemittel: Manchmal wird der Teigrand mit etwas verquirltem Ei bestrichen, damit die Rolle beim Frittieren zusammenhält. Viele Restaurants nutzen dafür aber stattdessen eine Mehl-Wasser-Mischung.
  2. Die Sauce: Der klassische Süß-Sauer-Dip ist meist vegan. Vorsicht geboten ist jedoch bei Dips, die Fischsauce (häufig in der vietnamesischen oder thailändischen Küche) enthalten. Frage im Restaurant am besten nach einer Alternative auf Sojasaucen-Basis.

Fazit

Wenn du im Restaurant "vegetarische Frühlingsrollen" bestellst, sind diese in 90 % der Fälle auch vegan. Um ganz sicherzugehen (wegen des Eies zum Kleben oder Fischsauce im Dip), kurz nachzufragen, lohnt sich aber immer! Auch im Supermarkt gibt es eine riesige Auswahl an als vegan zertifizierten Frühlingsrollen.