Gibt es spezielle Fußcremes, die gegen Schweißfüße helfen?

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Ja, es gibt eine ganze Reihe von speziellen Fußcremes und Pflegeprodukten, die gezielt gegen Schweißfüße (Hyperhidrosis pedis) und die damit verbundene Geruchsbildung wirken.

Man unterscheidet dabei meist zwischen drei Wirkungsweisen:

1. Antitranspirant-Cremes (Reduzieren die Schweißmenge)

Diese Cremes enthalten meist Aluminiumsalze (z. B. Aluminiumchlorohydrat).

  • Wirkung: Sie verengen die Schweißdrüsen vorübergehend, sodass weniger Flüssigkeit austritt.
  • Anwendung: Oft reicht es, sie abends vor dem Schlafengehen auf die gewaschenen und trockenen Füße aufzutragen.

2. Deodorierende Fußcremes (Verhindern den Geruch)

Schweiß an sich ist geruchlos. Der typische "Käsefuß"-Geruch entsteht erst, wenn Bakterien den Schweiß zersetzen.

  • Wirkung: Diese Cremes enthalten antibakterielle Inhaltsstoffe, die die Geruchsbildung stoppen.
  • Wichtige Inhaltsstoffe:
    • Salbei: Wirkt natürlich zusammenziehend (astringierend) und schweißhemmend.
    • Teebaumöl: Wirkt stark antibakteriell und gegen Pilze.
    • Farnesol: Ein Stoff, der gezielt die geruchsbildenden Bakterien hemmt.
    • Zinkoxid: Trocknet die Haut leicht aus und wirkt entzündungshemmend.

3. Cremes mit "Puder-Effekt" (Aufsaugend)

Einige Cremes enthalten feine Puderpartikel (z. B. Talkum oder Kieselsäure).

  • Wirkung: Sie nehmen die Feuchtigkeit direkt nach dem Auftragen auf und sorgen für ein trockenes Hautgefühl.

Bekannte Marken und Inhaltsstoffe (Beispiele)

  • Gehwol: Bietet eine breite Palette (z.B. "Gehwol Med Fußdeo-Creme" mit Zinkoxid oder "Gehwol Frische-Gel").
  • Akileïne: Eine spezialisierte Marke aus der Apotheke, die sehr starke Antitranspirant-Gels und -Cremes führt.
  • Hansaplast: Hat oft Sprays und Cremes mit Silber-Ionen (antibakteriell) im Sortiment.
  • Eigenmarken (Balea, Isana): Auch Drogeriemärkte haben preiswerte Fußcremes mit Salbei oder Minze, die bei leichtem Schwitzen gut helfen.

Tipps für die Anwendung:

  1. Gründlich trocknen: Cremes wirken nur optimal auf komplett trockener Haut (auch zwischen den Zehen!).
  2. Regelmäßigkeit: Antitranspirante müssen oft über 1–2 Wochen täglich angewendet werden, bevor der volle Effekt eintritt. Danach reicht meist eine Anwendung 2-3 Mal pro Woche.
  3. Fußbäder ergänzen: Ein Fußbad mit Eichenrinde (enthält Gerbstoffe) aus der Apotheke kann die Schweißdrüsen zusätzlich auf natürliche Weise zusammenziehen.

Wann zum Arzt?

Wenn frei verkäufliche Cremes gar nicht helfen und die Füße ständig klatschnass sind, könnte eine krankhafte Hyperhidrose vorliegen. In diesem Fall kann ein Hautarzt stärkere Lösungen verschreiben oder Therapien wie die Iontophorese (Gleichstromtherapie) empfehlen.

Suchen Sie nach einem speziellen Produkt für den Alltag oder haben Sie sehr starke Probleme? (Dann könnte ich die Empfehlung noch spezifischer eingrenzen.)