Gegen welche spezifischen Verschmutzungen, wie zum Beispiel Bitumen oder Harz, hilft Handwaschpaste besonders gut?

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Handwaschpaste ist ein Spezialreiniger, der dort zum Einsatz kommt, wo normale Seife versagt. Ihre Wirksamkeit beruht auf der Kombination aus chemischen Reinigungssubstanzen (Tensiden) und mechanischen Reibekörpern (wie Holzmehl, Sand oder Kunststoffpartikeln).

Besonders effektiv ist Handwaschpaste gegen folgende spezifische Verschmutzungen:

1. Klebrige und zähe Substanzen

Hier spielt die Paste ihre größte Stärke aus, da die Reibekörper die klebrige Schicht mechanisch „aufbrechen“:

  • Harz: Besonders Baumharz (z. B. nach Waldarbeiten) lässt sich kaum mit normaler Seife lösen.
  • Bitumen und Teer: Diese erdölbasierten Stoffe sind extrem hartnäckig und wasserabweisend.
  • Klebstoffreste: Rückstände von Etiketten, Klebebändern oder Industrieklebern.
  • Dichtungsmassen: Silikonreste oder Montageschaum (solange sie noch nicht voll ausgehärtet sind).

2. Öle, Fette und Schmierstoffe

In Kfz-Werkstätten und der Industrie ist sie der Standard gegen:

  • Altöl und Motorenfett: Diese dringen tief in die Hautrillen ein; die Paste bürstet sie quasi heraus.
  • Graphit: Der feine schwarze Staub von Schmiermitteln setzt sich fest und lässt sich ohne mechanische Hilfe kaum entfernen.
  • Hydrauliköle und Getriebefette.

3. Pigmentierte Verschmutzungen und Stäube

Stoffe, die sehr feine Partikel enthalten, die in die Poren wandern:

  • Ruß: Nach der Reinigung von Öfen oder Arbeiten an Auspuffanlagen.
  • Metallabrieb/Bremsstaub: Der feine, oft dunkle Staub, der bei der Metallbearbeitung entsteht.
  • Kohlenstaub.

4. Farben und Lacke

  • Druckfarben: Besonders in Druckereien (Offset- oder Siebdruck).
  • Frische Lacke und Dispersionsfarben: Solange die Farbe noch nicht komplett durchgetrocknet ist, hilft die mechanische Wirkung beim Ablösen.
  • Tinte und Permanentmarker: Rückstände auf der Haut lassen sich durch das „Peeling“ schneller entfernen.

Warum hilft sie so gut?

Die Handwaschpaste wirkt wie ein chemisches Lösungsmittel kombiniert mit einem Sandstrahler:

  1. Die Tenside/Lösemittel lösen die chemische Bindung des Schmutzes an die Haut.
  2. Die Reibekörper (z.B. Walnussschalenmehl oder Holzmehl) wirken wie ein Peeling. Sie vergrößern die Oberfläche und „schrubben“ den Schmutz auch aus den feinen Linien der Handflächen und der Nagelfalz heraus.

Ein wichtiger Hinweis zur Anwendung:

Man sollte Handwaschpaste idealerweise zuerst auf die trockenen oder nur leicht angefeuchteten Hände geben und gründlich verreiben. Erst wenn sich der Schmutz gelöst hat, gibt man etwas Wasser hinzu und spült alles ab.

Pflege: Da Handwaschpaste die Haut stark entfettet, enthalten gute Produkte oft rückfettende Substanzen (wie Lanolin). Dennoch empfiehlt es sich, die Hände nach der Benutzung einzukremen.