Bleiben die Arme bei Bewegungen unter dem weiten Cape wirklich trocken?

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Die kurze Antwort lautet: Ja, größtenteils schon – aber es hängt stark von der Art der Bewegung und dem Design des Capes ab.

Hier sind die Details, warum die Arme meistens trocken bleiben und wo die Schwachstellen liegen:

1. Das Prinzip des „Regenschirm-Effekts“

Ein weites Cape funktioniert wie ein tragbarer Regenschirm. Da der Stoff locker über die Schultern fällt, fließt das Wasser außen ab, während sich darunter ein trockener Hohlraum bildet. Da die Arme normalerweise nah am Körper gehalten werden, befinden sie sich in dieser Schutzzone.

2. Beim Gehen / Wandern

Solange Sie die Arme hängen lassen oder normal beim Gehen mitschwingen, bleiben sie unter dem weiten Stoff komplett trocken.

  • Das Problem: Sobald Sie die Arme weit ausstrecken (z. B. um auf ein Handy zu schauen oder mit Wanderstöcken zu hantieren), tritt der „Kapillareffekt“ ein oder die Ärmelöffnungen rutschen hoch, und Wasser kann eindringen.

3. Beim Radfahren

Viele Regen-Capes (Fahrrad-Ponchos) sind so geschnitten, dass man sie über den Lenker spannen kann.

  • Vorteil: Die Hände und Unterarme sind unter dem gespannten Stoff wie unter einem Zeltdach geschützt.
  • Nachteil: Bei starkem Seitenwind kann Regen unter das Cape geweht werden. Zudem kann Spritzwasser von unten an die Unterarme gelangen, wenn das Cape dort nicht fixiert ist.

4. Die Schwachstellen

Es gibt drei Faktoren, die dazu führen können, dass die Arme doch nass werden:

  • Wind: Bei stürmischem Wetter weht das weite Cape hin und her. Wenn der Wind den Stoff hochdrückt, peitscht der Regen direkt an die Arme.
  • Kondenswasser (Schweiß): Da viele günstige Capes aus nicht atmungsaktivem Material (PVC oder beschichtetes Nylon) bestehen, bildet sich bei Anstrengung Feuchtigkeit an der Innenseite. Die Arme fühlen sich dann feucht an, obwohl kein Regen eingedrungen ist.
  • Handgelenke: Wenn Sie die Hände aus dem Cape strecken, läuft das Wasser oft am Handgelenk entlang in den „Ärmel“ hinein.

Tipps für trockene Arme:

  1. Modelle mit Daumenschlaufen: Diese verhindern beim Radfahren, dass das Cape nach hinten rutscht.
  2. Integrierte Ärmel: Es gibt Mischformen (Wandercapes), die zwar weit geschnitten sind, aber kurze oder elastische Ärmelansätze haben.
  3. Gürtel oder Taillenzug: Bei starkem Wind hilft es, das Cape mit einem Gürtel (oder dem Hüftgurt des Rucksacks) näher am Körper zu fixieren, damit es nicht hochfliegt.

Fazit: Wenn Sie sich normal bewegen und das Cape groß genug ist, bleiben die Arme deutlich trockener als in einer engen Regenjacke, die irgendwann durchweicht oder in der man stark schwitzt. Bei extremem Wind oder wenn Sie Ihre Hände viel außerhalb des Capes benutzen, werden die Unterarme jedoch zwangsläufig etwas nass.