Behindert die weite Form des Regencapes den Zugriff auf Taschen oder Rucksäcke?
Melden
Die Antwort lautet: Ja, die weite Form eines Regencapes kann den Zugriff auf Taschen und Rucksäcke erschweren, bietet aber gleichzeitig auch spezifische Vorteile.
Hier ist eine detaillierte Analyse, wie sich das Cape auf die Handhabung auswirkt:
1. Zugriff auf den Rucksack
- Der Vorteil: Bei vielen Wander-Regencapes ist das Rückenteil extra weit geschnitten (oft mit einer Volumenerweiterung durch einen Reißverschluss), damit der Rucksack unter das Cape passt. Das ist der beste Schutz gegen Nässe, da kein Wasser zwischen Rücken und Rucksack laufen kann.
- Das Hindernis: Wenn der Rucksack unter dem Cape ist, kommst du an den Inhalt (Trinkflasche, Kamera, Karte) nicht heran, ohne das Cape entweder hochzuheben oder es ganz auszuziehen. Ein schneller Zugriff während des Gehens ist fast unmöglich.
- Lösung: Manche Capes haben seitliche Durchgriffe, die aber meist zu klein für große Rucksackfächer sind.
2. Zugriff auf Hosen- oder Jackentaschen
- Das Hindernis: Da ein Cape wie ein Zelt über dem Körper hängt, sind die Taschen der darunter getragenen Hose oder Jacke komplett verdeckt. Um an den Schlüssel oder das Handy in der Hosentasche zu kommen, musst du das Cape von unten weit anheben. Bei Wind und starkem Regen kann dabei die Kleidung darunter nass werden.
- Lösung: Hochwertige Regencapes besitzen sogenannte „Durchgriffe“. Das sind Schlitze (oft mit Klett oder Reißverschluss), durch die man mit den Händen direkt an die Taschen der darunterliegenden Kleidung gelangt, ohne den Saum des Capes anheben zu müssen.
3. Bedienung von Gurten (Hüftgurt/Brustgurt)
- Das Hindernis: Wenn du einen Rucksack unter dem Cape trägst, ist es schwierig, den Hüftgurt zu schließen. Trägst du den Hüftgurt unter dem Cape, drückt er den Stoff fest an den Körper, was die Belüftung (einer der Hauptvorteile des Capes) einschränkt.
- Tragevariante: Manche ziehen den Rucksack über das Cape. Dann ist der Zugriff auf den Rucksack einfach, aber das Cape flattert im Wind mehr und der Rucksack benötigt eine eigene Regenhülle.
4. Motorik und Sicht
- Durch die weite Form und den vielen Stoff kann es beim Hantieren mit Taschen etwas „fummelig“ werden. Man hat viel Material in den Händen.
- Beim Blick nach unten auf eine Bauchtasche oder die Hosentasche stört oft die weite Kapuze oder der herabhängende Stoff des Capes die Sicht.
Fazit: Was solltest du beachten?
Ob die weite Form behindert, hängt extrem von der Ausstattung ab:
- Achte beim Kauf auf Durchgriffstaschen: Ohne diese Schlitze ist der Zugriff auf die Kleidung darunter sehr mühsam.
- Für schnellen Zugriff: Wenn du ständig an dein Equipment musst (z. B. Profi-Fotografen), ist eine Kombination aus Regenjacke und Rucksack-Regenhülle oft praktischer als ein Cape.
- Für maximalen Schutz: Wenn es dir wichtiger ist, dass alles (inklusive Rucksack und Oberschenkel) absolut trocken bleibt, ist das Cape trotz der erschwerten Zugänglichkeit die bessere Wahl.
Tipp: Wenn du ein Cape nutzt, bewahre Dinge, die du oft brauchst (Smartphone für Navigation, Riegel), in einer wasserdichten Hülle auf, die du dir um den Hals hängst oder in die (falls vorhanden) Brusttasche des Capes steckst.