Aus welcher chemischen Substanz besteht die namensgebende Lauge üblicherweise?
Melden
Die namensgebende Lauge bei Laugengebäck (wie Brezeln, Laugenstangen oder Kastanien) besteht üblicherweise aus Natriumhydroxid (chemische Formel: NaOH).
Hier sind einige Details dazu:
- Natronlauge: In Wasser gelöst wird Natriumhydroxid als Natronlauge bezeichnet.
- Konzentration: Für die Herstellung von Lebensmitteln wird eine stark verdünnte Lösung verwendet, meist mit einer Konzentration von 3 % bis 4 %.
- Zusatzstoffnummer: In der Lebensmittelindustrie wird sie als Zusatzstoff E 524 geführt.
- Reaktion beim Backen: Die Lauge reagiert beim Backen mit dem Gluten im Teig und dem Kohlendioxid in der Luft. Dabei wird die Lauge neutralisiert (sie ist danach nicht mehr ätzend) und es entsteht die typische braune Farbe und der spezielle Geschmack (die sogenannte Maillard-Reaktion wird beschleunigt).
Wichtiger Unterschied: Oft wird die Natronlauge mit Natron (Natriumhydrogencarbonat, Speisenatron) verwechselt. Man kann Gebäck auch mit einer Lösung aus Haushaltsnatron und kochendem Wasser herstellen, das Ergebnis ist jedoch weniger farbintensiv und hat ein milderes Aroma als das klassische Bäcker-Laugengebäck mit echter Natronlauge.