Aus welchen wesentlichen Bauteilen besteht eine klassische Lüsterklemme?
Bearbeiten
Löschen
Eine klassische Lüsterklemme (auch Blockklemme oder Reihenklemme genannt) ist recht einfach aufgebaut. Sie besteht im Wesentlichen aus drei Hauptkomponenten:
-
Das Isoliergehäuse:
- Es bildet die äußere Hülle und besteht aus einem isolierenden Material, meistens Kunststoff (wie Polyethylen, Polypropylen oder Polyamid) oder in hitzebeständigen Varianten aus Keramik (Porzellan).
- Funktion: Es verhindert den elektrischen Kontakt zwischen den Leitern untereinander sowie zwischen den Leitern und der Umgebung (Berührungsschutz). Zudem hält es die metallischen Bauteile an ihrem Platz.
-
Der Metallkörper (die Hülse):
- Im Inneren des Gehäuses befindet sich ein röhrenförmiges Bauteil, meist aus Messing (oft vernickelt) oder seltener aus Stahl.
- Funktion: Dieser Körper dient als elektrischer Leiter, der die beiden eingesteckten Drahtenden miteinander verbindet.
-
Die Klemmschrauben:
- Pro Klemmstelle sitzen in der Regel zwei Schrauben (oft aus verzinktem Stahl) in Gewindebohrungen des Metallkörpers.
- Funktion: Durch das Festdrehen der Schrauben werden die abisolierten Drahtenden gegen die Innenwand der Metallhülse gepresst. Dadurch entsteht eine mechanisch feste und elektrisch leitfähige Verbindung.
Wichtige Ergänzung zur Sicherheit:
Bei der Verwendung von klassischen Lüsterklemmen mit flexiblen Leitern (Litzen) müssen zwingend Aderendhülsen verwendet werden. Die Schraube würde sonst die feinen Einzeldrähte der Litze zerquetschen oder abscheren, was zu Wackelkontakten oder Kabelbränden führen kann.
Heutzutage werden klassische Lüsterklemmen in der Hausinstallation zunehmend durch moderne Federzugklemmen (z. B. von WAGO) ersetzt, da diese wartungsfrei sind und eine dauerhaft sichere Verbindung ohne Schrauben gewährleisten.