Aus welchen Hauptinhaltsstoffen wird kosmetischer Puder hergestellt?
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Kosmetischer Puder besteht aus einer Mischung verschiedener pulverisierter Substanzen, die je nach gewünschtem Effekt (Mattierung, Deckkraft, Schimmer oder Haftung) kombiniert werden.
Hier sind die Hauptinhaltsstoffe, unterteilt nach ihrer Funktion:
1. Basis- und Füllstoffe (Strukturgeber)
Diese Stoffe machen den größten Teil des Puders aus und bestimmen die Textur:
- Talkum (Talc): Der klassische Grundstoff. Er ist sehr weich, wasserabweisend und lässt sich gut auf der Haut verteilen. (In moderner Naturkosmetik wird er oft ersetzt).
- Glimmer (Mica): Sorgt für einen leichten Glanz oder Schimmer und verbessert die Geschmeidigkeit beim Auftragen.
- Stärke (z. B. Reisstärke, Maisstärke): Wird oft in „talkfreien“ Produkten verwendet. Stärke kann besonders gut Hautfett (Sebum) und Schweiß aufsaugen.
- Kaolin (Tonerde): Eine weiße Tonerde, die stark mattierend wirkt und überschüssiges Öl bindet.
2. Pigmente (Farbe und Deckkraft)
Diese Stoffe sorgen dafür, dass der Puder den Hautton ausgleicht oder Unreinheiten abdeckt:
- Titandioxid: Ein weißes Pigment, das für die Deckkraft sorgt. Es dient zudem als physikalischer UV-Filter.
- Zinkoxid: Wirkt ebenfalls deckend und hat zusätzlich entzündungshemmende sowie beruhigende Eigenschaften (gut für unreine Haut).
- Eisenoxide: Diese Pigmente liefern die eigentliche Farbe (Gelb-, Rot- und Schwarz-Töne), um den Puder an verschiedene Hauttöne anzupassen.
3. Bindemittel (vor allem bei Kompaktpuder)
Damit ein Puder in gepresster Form (Puderstein) zusammenhält, werden Bindemittel hinzugefügt:
- Öle und Wachse: Zum Beispiel Jojobaöl, Triglyceride oder Bienenwachs.
- Silikone (z. B. Dimethicone): Sie sorgen für eine seidige Textur und machen den Puder wasserresistenter.
4. Effektstoffe und Hilfsstoffe
- Silica (Kieselsäure): Sorgt für den „Soft-Focus-Effekt“, indem es das Licht streut und Poren optisch verschwinden lässt.
- Nylon oder PMMA (Kunststoffpuder): Verbessern das Gleitverhalten auf der Haut (in konventioneller Kosmetik).
- Magnesiumstearat: Verbessert die Haftfestigkeit des Puders auf der Haut, damit er nicht sofort wegfliegt oder verschmiert.
5. Wirk- und Duftstoffe
- Vitamine: Wie Vitamin E (Tocopherol) als Antioxidans.
- Parfüm: Für einen angenehmen Geruch (wird bei Produkten für sensible Haut oft weggelassen).
- Konservierungsstoffe: Um das Produkt vor Keimen zu schützen (vor allem bei Kompaktpuder, der Fettanteile enthält).
Zusammenfassend: Ein klassischer Puder besteht meist primär aus Talkum oder Stärke (zur Mattierung), Titandioxid/Zinkoxid (für die Deckkraft) und Eisenoxiden (für die Farbe).