Aus welchem Land stammt das Baguette ursprünglich?
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Das Baguette stammt ursprünglich aus Frankreich.
Es gilt heute als eines der bekanntesten Nationalsymbole der französischen Kultur. Zur Entstehung gibt es jedoch verschiedene Theorien und historische Einflüsse, die über die Grenzen Frankreichs hinausgehen:
- Der Wiener Einfluss: Eine der populärsten Theorien besagt, dass der Ursprung des Baguettes eigentlich in Österreich liegt. Der Wiener Bäcker August Zang eröffnete 1839 in Paris eine „Boulangerie Viennoise“. Er führte den Dampfbackofen ein, der es ermöglichte, Brot mit einer sehr knusprigen Kruste und einer luftigen Krume zu backen – die Grundlage für das heutige Baguette.
- Das Gesetz von 1920: Ein wichtiger Wendepunkt für die weite Verbreitung war ein französisches Gesetz aus dem Jahr 1920. Es verbot Bäckern, zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr morgens zu arbeiten. Da die traditionellen runden Brotlaibe sehr lange zum Backen brauchten, entwickelten die Bäcker die lange, dünne Form. Diese buk wesentlich schneller durch und konnte so rechtzeitig zum Frühstück der Kunden fertig sein.
- Die Napoleon-Legende: Eine andere (eher mythische) Geschichte besagt, Napoleon Bonaparte habe die längliche Form angeordnet, damit die Soldaten das Brot leichter in einer Tasche an ihrer Hose transportieren konnten.
Fazit: Auch wenn die Technik des Backens teilweise aus Wien importiert wurde, ist das Baguette in seiner heutigen Form und Bedeutung ein rein französisches Produkt. Seit 2022 gehört das „Handwerkliche Geschick und die Kultur der Baguette-Backkunst“ sogar zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO.