Aus welchem Land stammen Pommes Frites ursprünglich?

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Die Herkunft der Pommes Frites ist ein langjähriger Streitpunkt zwischen Belgien und Frankreich, aber die meisten Lebensmittelhistoriker gehen heute davon aus, dass sie ursprünglich aus Belgien stammen.

Hier sind die Hintergründe zu den beiden Theorien:

1. Die belgische Theorie (Der Favorit)

Laut einer oft zitierten belgischen Überlieferung stammen die Pommes aus dem Maastal (in der Nähe von Namur) im späten 17. Jahrhundert. Die armen Bewohner dort pflegten kleine Fische aus der Maas zu fangen und sie zu frittieren. In harten Wintern, wenn der Fluss zugefroren war, schnitten sie Kartoffeln in Fischform und frittierten diese als Ersatz.

2. Die französische Theorie

Die Franzosen behaupten hingegen, dass die Pommes Frites erstmals kurz vor der Französischen Revolution (spätes 18. Jahrhundert) von Straßenverkäufern auf der Brücke Pont Neuf in Paris angeboten wurden. Damals hießen sie „Pommes Pont-Neuf“.

Warum heißen sie im Englischen „French Fries“?

Es gibt zwei Haupttheorien, warum sie im Englischen mit Frankreich assoziiert werden:

  • Erster Weltkrieg: US-Soldaten, die in Belgien stationiert waren, probierten die frittierten Kartoffeln. Da die offizielle Sprache der belgischen Armee Französisch war, nannten die Soldaten sie einfach „French Fries“.
  • Küchenbegriff: Im Englischen bedeutet das Verb „to french“, Gemüse in dünne Streifen zu schneiden. „French Fries“ würde demnach also nur „geschnittene Frittierte“ bedeuten.

Fazit: Während Belgien die kulturelle Heimat der Pommes ist (dort gibt es sogar ein Pommes-Museum), hat Frankreich sie vermutlich international bekannt gemacht. Die Belgier nehmen das Thema sehr ernst und haben sogar beantragt, die belgische Pommes-Kultur als UNESCO-Weltkulturerbe anerkennen zu lassen.