Warum haben manche Menschen Sommersprossen?
- Genetische Grundlagen der Sommersprossen
- Unterschiedliche Pigmenttypen und ihre Rolle
- Auswirkungen der Sonneneinstrahlung
- Zusammenfassung
Genetische Grundlagen der Sommersprossen
Sommersprossen, medizinisch auch als Epheliden bezeichnet, sind kleine, braune Pigmentflecken, die vor allem im Gesicht, auf den Armen und Schultern auftreten. Der Hauptgrund für das Auftreten von Sommersprossen liegt in der genetischen Veranlagung. Menschen, die dazu neigen, Sommersprossen zu entwickeln, besitzen häufig eine bestimmte Variante des MC1R-Gens (Melanocortin-1-Rezeptor). Dieses Gen spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung der Melaninproduktion in der Haut. Melanin ist das Pigment, das unserer Haut Farbe verleiht und sie vor UV-Strahlung schützt.
Unterschiedliche Pigmenttypen und ihre Rolle
Es gibt zwei Haupttypen von Melanin: Eumelanin (dunkles Pigment) und Phäomelanin (rötliches Pigment). Menschen mit einer Variante des MC1R-Gens produzieren tendenziell mehr Phäomelanin und weniger Eumelanin. Die geringere Menge an schützendem Eumelanin führt dazu, dass ihre Haut empfindlicher gegenüber Sonnenlicht ist und die Melanozyten (Pigment produzierende Zellen) ungleichmäßig aktiv werden. Durch diese ungleichmäßige Pigmentierung entstehen die kleinen, punktförmigen Ansammlungen von Melanin, die wir als Sommersprossen kennen.
Auswirkungen der Sonneneinstrahlung
Obwohl die genetische Veranlagung entscheidend ist, spielt auch die UV-B-Strahlung der Sonne eine große Rolle bei der Ausbildung und Intensivierung von Sommersprossen. Durch das Sonnenlicht wird die Melaninproduktion angeregt, insbesondere in den Bereichen, in denen die Pigmentzellen besonders aktiv sind. Daher treten Sommersprossen häufig an Körperstellen auf, die vermehrt der Sonne ausgesetzt sind. Im Winter oder bei geringer Sonneneinstrahlung verblassen sie oft wieder oder werden weniger sichtbar.
Zusammenfassung
Zusammengefasst entstehen Sommersprossen durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen. Das Vorhandensein einer bestimmten MC1R-Genvariante führt dazu, dass die Haut weniger schützendes Melanin bildet und die Pigmentierung unregelmäßig erfolgt. Die Einwirkung von Sonnenlicht verstärkt diesen Effekt, indem sie die Melaninproduktion anregt und so die typischen kleinen Flecken sichtbar macht. Aus diesem Grund haben manche Menschen Sommersprossen, während andere keine oder nur sehr wenige davon besitzen.