Wie verhindere ich, dass ConEmu beim Schließen alle Tabs sofort beendet?
- Einleitung
- Grundprinzip des Schließvorgangs in ConEmu
- Optionale Einstellungen in ConEmu, um das sofortige Beenden zu verhindern
- Alternativer Umgang mit Tabs vor dem Schließen
- Zusammenfassung und praktische Tipps
Einleitung
ConEmu ist ein beliebter Terminal-Emulator unter Windows, der die Verwendung mehrerer Registerkarten (Tabs) in einer einzigen Anwendung ermöglicht. Standardmäßig werden beim Schließen des Fensters alle aktiven Tabs und die darin laufenden Prozesse sofort beendet. Dies kann jedoch unerwünscht sein, wenn man beispielsweise noch laufende Aufgaben nicht sofort unterbrechen möchte. Glücklicherweise bietet ConEmu Einstellungen und Verhaltensweisen, mit denen man dieses sofortige Beenden beim Schließen verhindern oder zumindest abmildern kann.
Grundprinzip des Schließvorgangs in ConEmu
Wenn Du das ConEmu-Fenster schließt, sendet die Anwendung standardmäßig an alle Tabs einen Befehl zum Beenden der zugrundeliegenden Konsolenprozesse. Das bedeutet, dass alle Shells (Cmd, PowerShell, Bash, etc.) und deren Kindprozesse sofort beendet werden, wodurch Du Deine laufenden Aufgaben verlierst. Daher ist es wichtig, zu verstehen, wie ConEmu mit dem Schließen umgeht und welche Optionen Du hast, um einen "sicheren" Schließvorgang zu gewährleisten.
Optionale Einstellungen in ConEmu, um das sofortige Beenden zu verhindern
ConEmu stellt mehrere Optionen zur Verfügung, um den Umgang mit offenen Tabs beim Schließen zu steuern. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Option für das Verhalten beim Schließen des Hauptfensters. Wenn Du in den Einstellungen unter Settings → Startup → Confirm die Option für eine Abfrage beim Beenden aktivierst, wird vor dem Schließen ein Dialog angezeigt. In diesem Dialog kannst Du dann entscheiden, ob Du die laufenden Prozesse wirklich beenden möchtest oder das Schließen abbrechen möchtest.
Darüber hinaus gibt es in den Einstellungen unter Settings → Features die Möglichkeit, das Verhalten beim Schließen zu beeinflussen. Hier kannst Du etwa festlegen, dass beim Schließen offene Prozesse nicht sofort beendet, sondern vorerst nur "pausiert" oder ein entsprechender Warnhinweis angezeigt wird.
Alternativer Umgang mit Tabs vor dem Schließen
Da das vollständige "Behalten" der Tabs beim Starten von Windows-Terminals im Prinzip nicht möglich ist – da Prozesse nur solange existieren, wie sie laufen – ist ein praktisches Vorgehen, die laufenden Sessions vor dem Schließen manuell zu sichern. ConEmu bietet dazu Export-Funktionen für die Tabs und deren Befehle, sodass Du beim nächsten Start dieselbe Umgebung wiederherstellen kannst.
Weiterhin kannst Du einzelne Tabs gezielt schließen, statt das komplette Fenster, was Dir bessere Kontrolle bietet. Auch ist es möglich, Prozesse innerhalb der Tabs durch entsprechende Shell-Konfigurationen so zu steuern, dass sie etwa im Hintergrund weiterlaufen (zum Beispiel mit screen oder tmux unter WSL). Dadurch wird der Effekt erzielt, dass bei Schließen von ConEmu der Prozess nicht komplett beendet wird.
Zusammenfassung und praktische Tipps
Um zu verhindern, dass ConEmu beim Schließen alle Tabs sofort beendet, solltest Du zunächst in den Einstellungen die Option aktivieren, die vor dem Schließen eine Rückfrage einblendet. Das gibt Dir die Möglichkeit, den Vorgang abzubrechen, wenn noch wichtige Prozesse laufen. Zusätzlich empfiehlt es sich, vor größeren Arbeiten regelmäßig Deine Sessions zu speichern oder auf Prozesse zurückzugreifen, die im Hintergrund weiterlaufen können, sodass beim Schließen von ConEmu keine Arbeit verloren geht.
Leider ist es technisch bedingt nicht möglich, dass ConEmu die laufenden Prozesse unendlich am Leben erhält, nachdem das Hauptfenster geschlossen wurde. Deshalb ist ein vorsichtiger Umgang beim Beenden, gekoppelt mit den beschriebenen Einstellungen, der beste Weg, um Datenverlust zu vermeiden.
