Wie stellt man die Zielgröße in HandBrake ein?
- Was bedeutet Zielgröße in HandBrake?
- Wie beeinflusst HandBrake die Dateigröße?
- Zielgröße in HandBrake einstellen – praktische Anleitung
- Tipps für die Praxis
- Fazit
HandBrake ist eine beliebte Open-Source-Software zur Videokonvertierung und -kompression. Eine der häufig gestellten Fragen ist, wie man in HandBrake die Zielgröße einstellen kann, um eine bestimmte Dateigröße für das konvertierte Video zu erreichen. Im Folgenden wird ausführlich erläutert, wie dies funktioniert und welche Einstellungen dabei relevant sind.
Was bedeutet Zielgröße in HandBrake?
Die Zielgröße bezeichnet die gewünschte Dateigröße des fertigen Videos nach der Kodierung. Manchmal ist es wichtig, eine maximale Dateigröße einzuhalten, zum Beispiel für den Upload auf bestimmte Plattformen, die Speicherplatzbeschränkungen haben, oder um Speicherplatz auf Datenträgern zu sparen. HandBrake bietet keine direkte Eingabemöglichkeit für die Zielgröße in Megabyte, sondern verwendet Bitratensteuerung, um die Dateigröße zu beeinflussen.
Wie beeinflusst HandBrake die Dateigröße?
Die endgültige Dateigröße eines Videos wird hauptsächlich durch die Bitrate gesteuert. HandBrake erlaubt es, die Bitrate des Videos entweder manuell einzustellen oder über bestimmte Qualitätsvorgaben zu regeln. Die Dateigröße ergibt sich aus der Bitrate, der Dauer des Videos und der Anzahl der Audiokanäle beziehungsweise deren Bitrate. Durch eine Anpassung der Video- und Audiobitrate kann man gezielt steuern, wie groß die konvertierte Datei wird.
Zielgröße in HandBrake einstellen – praktische Anleitung
Eine direkte Eingabe einer Zielgröße in Megabyte ist in HandBrake nicht vorgesehen. Stattdessen funktioniert die Einstellung über die Bitrate oder durch die Verwendung der Qualitätssteuerung. Um eine ungefähre Zielgröße zu erreichen, kann man folgendes Vorgehen ausprobieren:
Zunächst sollte man die Länge des Videos kennen. Dann kann man die gewünschte Dateigröße in Bits (Megabyte mal 8 Millionen) umrechnen und durch die Länge des Videos in Sekunden teilen, um die benötigte Bitrate zu ermitteln. Diese Bitrate kann man dann in HandBrake unter den Videoeinstellungen eingeben. Dabei sind vor allem der Average Bitrate-Modus (kbps) wichtig, der es erlaubt, eine feste Bitrate zu wählen.
Alternativ bietet HandBrake den sogenannten Constant Quality-Modus, bei dem man den Zielqualitätsfaktor (RF) einstellt. Hierbei wird nicht direkt die Dateigröße kontrolliert, sondern die Qualität. Eine niedrigere RF-Zahl bedeutet bessere Qualität und größere Datei, eine höhere Zahl geringere Qualität und kleinere Datei. Allerdings ist diese Methode weniger prädiktiv hinsichtlich der endgültigen Dateigröße.
Tipps für die Praxis
Da die Bitraten-Anpassung und Qualitätseinstellung eine gewisse Erfahrung erfordert, empfiehlt es sich, zunächst eine kurze Sequenz des Videos mit verschiedenen Einstellungen zu kodieren, um die Dateigröße und Qualität zu überprüfen. So kann man besser abschätzen, welchen Kompromiss man zwischen Qualität und Größe eingehen möchte.
Darüber hinaus sollte man Audioeinstellungen nicht vernachlässigen, denn auch die Audiobitrate trägt zur Gesamtgröße bei. Überflüssig hohe Audio-Bitraten sollte man daher vermeiden, um die Datei nicht unnötig aufzublähen.
Fazit
Die Zielgröße in HandBrake stellt man indirekt über die Anpassung der Bitrate oder der Qualitätsparameter ein. Es gibt keine direkte Eingabemöglichkeit für eine exakte Dateigröße, da die Kompression von vielen Faktoren abhängt. Durch das Berechnen der entsprechenden Bitrate und das Testen verschiedener Einstellungen kann man jedoch sehr gut Einfluss auf die final gewünschte Dateigröße nehmen und so das beste Verhältnis von Qualität und Dateigröße erzielen.
