Wie sichere ich eine VirtualBox-VM inklusive aller Daten?
- Einleitung
- VM im ausgeschalteten Zustand sichern
- Exportieren der VM als OVF/OVA
- Sicherungen während des Betriebs (Snapshots und differenzielle Backups)
- Wiederherstellung der VM aus der Sicherung
- Fazit
Einleitung
Die Sicherung einer VirtualBox-VM ist wichtig, um bei einem Systemausfall, Datenverlust oder anderen Problemen schnell eine funktionsfähige Kopie der virtuellen Maschine wiederherstellen zu können. Dabei sollen nicht nur die Konfigurationen erhalten bleiben, sondern auch sämtliche gespeicherte Daten und Zustände der VM. Im Folgenden wird ausführlich erklärt, wie man eine VirtualBox-VM komplett und sicher sichert.
VM im ausgeschalteten Zustand sichern
Um eine vollständige Sicherung zu gewährleisten, sollte die VM ausgeschaltet sein. Ein laufender Zustand oder ein gespeicherter Zustand können dazu führen, dass die Sicherung unvollständig oder inkonsistent ist. Nachdem die VM heruntergefahren ist, kann man mit der Sicherung beginnen.
Die wichtigste Komponente einer VM sind die virtuellen Festplatten, in der Regel Dateien mit den Endungen .vdi, .vhd oder .vmdk. Diese Dateien enthalten das Betriebssystem, installierte Programme und gespeicherte Daten. Zusätzlich wird die Konfigurationsdatei der VM benötigt, die üblicherweise die Endung .vbox hat und die Einstellungen, wie etwa Arbeitsspeichergröße, Netzwerk, und weitere Optionen, enthält.
Um die VM zu sichern, navigiert man im Dateisystem zum Speicherort der VM. Standardmäßig befindet sich dieser unter dem Benutzerverzeichnis in einem Ordner namens "VirtualBox VMs". Kopieren Sie den gesamten Ordner der betreffenden VM, inklusive aller darin enthaltenen Dateien, an einen sicheren Ort. Eine manuelle Kopie ist damit im Prinzip bereits eine vollständige Sicherung.
Exportieren der VM als OVF/OVA
Alternativ oder zusätzlich zum manuellen Kopieren kann man eine VirtualBox-VM auch über die Export-Funktion sichern. Im VirtualBox Manager wählt man die gewünschte VM aus, geht auf "Datei" → "Exportieren Appliance". Dieses Format exportiert die VM als OVF (Open Virtualization Format) oder OVA (tar-ball Archiv), was die gesamte VM inklusive Hardware-Konfiguration und virtuelle Festplatten in einer portablen Datei zusammenfasst.
Der Vorteil des OVF/OVA-Exports liegt in der einfachen Wiederherstellung auf anderen Systemen oder mit anderen Virtualisierungsprogrammen, die dieses Format unterstützen. Der Nachteil ist, dass der Export zeitaufwendig sein kann und keine differenzielle Sicherung zulässt, sondern immer die komplette VM exportiert wird.
Sicherungen während des Betriebs (Snapshots und differenzielle Backups)
Snapshots sind keine vollständigen Backups, können aber helfen, den Zustand einer VM zu einem bestimmten Zeitpunkt festzuhalten. Sie sollten jedoch nicht als alleinige Sicherungslösung verwendet werden, da sie voneinander abhängen und bei Beschädigung der Ursprungsdatei Datenverlust riskieren. Für wichtige Sicherungen empfiehlt sich deshalb das regelmäßige Anfertigen kompletter Kopien oder Exportdateien.
Wiederherstellung der VM aus der Sicherung
Nachdem die Sicherung erstellt wurde, ist es wichtig, die Wiederherstellung zu testen. Werden die Dateien manuell kopiert, kann man die VM durch einfaches Kopieren zurück in das "VirtualBox VMs" Verzeichnis und Importieren/öffnen der .vbox-Datei wieder in den VirtualBox Manager einfügen. Beim Export im OVF-Format kann man die VM über "Datei" → "Appliance importieren" wiederherstellen. Das Testen stellt sicher, dass die Sicherung fehlerfrei und vollständig ist.
Fazit
Eine sichere Sicherung einer VirtualBox-VM umfasst das Ausschalten der VM, das zuverlässige Kopieren des gesamten VM-Ordners inklusive aller Festplatten- und Konfigurationsdateien oder alternativ das Exportieren als OVF/OVA. Snapshots können ergänzend genutzt werden, sind aber keine Ersatzmethode für Backups. Eine regelmäßige Sicherung und gelegentliche Wiederherstellungstests gewährleisten den Schutz der virtuellen Maschine und aller darin enthaltenen Daten.
