Wie schließe ich Cheese richtig, wenn das Programm nicht reagiert?

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  1. Einleitung
  2. Programm zwangsweise schließen über die grafische Benutzeroberfläche
  3. Cheese per Tastenkombination schließen
  4. Programm über die Kommandozeile (Terminal) beenden
  5. Alternative: Prozess manuell suchen und beenden
  6. Fazit

Einleitung

Cheese ist ein beliebtes Programm unter Linux, mit dem man Fotos und Videos über die integrierte Webcam aufnehmen kann. Es kann allerdings vorkommen, dass das Programm nicht mehr reagiert, beispielsweise durch einen Fehler oder eine Überlastung. In solch einem Fall ist es wichtig zu wissen, wie man Cheese ordnungsgemäß schließt, um Systemressourcen freizugeben und möglicherweise Datenverlust zu vermeiden.

Programm zwangsweise schließen über die grafische Benutzeroberfläche

Wenn Cheese nicht mehr reagiert, kann man zunächst versuchen, das Programm über die grafische Benutzeroberfläche zu beenden. Dazu kann man in der Regel mit der rechten Maustaste auf das Fenster klicken und die Option "Schließen" wählen. Sollte das nicht funktionieren, bieten viele Desktop-Umgebungen Werkzeuge wie einen Task-Manager (beispielsweise Systemüberwachung bei GNOME oder KSysGuard bei KDE), in denen man das Programm auswählen und beenden kann. Dort sucht man nach dem Prozess "cheese" und wählt Prozess beenden oder Prozess killen aus.

Cheese per Tastenkombination schließen

Ist das Fenster nicht mehr bedienbar, kann man versuchen, das Programm mit der Tastenkombination Alt + F4 zu schließen. Sollte dies ebenfalls nicht funktionieren, ist ein zwangsweises Beenden über die Kommandozeile oder andere Tools notwendig.

Programm über die Kommandozeile (Terminal) beenden

Ein zuverlässiger Weg, um Cheese zu schließen, wenn es nicht reagiert, ist der Einsatz des Terminals. Öffnen Sie dazu ein Terminalfenster und geben Sie den Befehl ein:

killall cheese

Dieser Befehl sendet das Signal SIGTERM an alle Prozesse mit dem Namen cheese und fordert sie zum Beenden auf. Falls Cheese nicht auf dieses Signal reagiert, kann man stattdessen ein stärkeres Signal senden:

killall -9 cheese

Das Signal -9 (SIGKILL) wird direkt vom Betriebssystem an den Prozess gesendet und erzwingt damit das sofortige Beenden. Dabei kann es jedoch zu Datenverlust kommen, weshalb dieser Schritt mit Vorsicht angewendet werden sollte.

Alternative: Prozess manuell suchen und beenden

Falls killall nicht verfügbar oder nicht erfolgreich ist, kann man den Prozess auch manuell suchen und beenden. Dazu gibt man im Terminal den Befehl ein:

ps aux | grep cheese

Dies zeigt alle laufenden Prozesse mit dem Namen cheese. Die erste Zahl in der Ausgabe ist die Prozess-ID (PID). Anschließend kann man den Prozess mit folgendem Befehl beenden:

kill PID

Ersetzt PID mit der tatsächlichen Prozess-ID. Sollte dies nicht wirken, kann man auch hier das Signal 9 einsetzen:

kill -9 PID

Fazit

Zusammenfassend sollte man Cheese zunächst über die grafische Oberfläche oder den Task-Manager schließen. Falls dies nicht möglich ist, bietet das Terminal mit killall cheese eine einfache Möglichkeit zum Beenden. Im Notfall hilft das sofortige Beenden mit kill -9 oder killall -9, wobei diese Methode mit Vorsicht zu nutzen ist, da sie keine Chance für den Prozess zum Aufräumen lässt.

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