Wie richtet man einen Drucker in DOSBox ein?
- Einleitung
- Grundlagen des Druckens in DOSBox
- Drucker über Parallelport (LPT) einrichten
- Praktische Beispielkonfiguration
- Serielle Drucker einbinden
- Zusammenfassung
Einleitung
DOSBox ist ein Emulator, der das Ausführen alter MS-DOS-Programme auf modernen Betriebssystemen ermöglicht. Da viele dieser Programme auf Drucker angewiesen sind, stellt sich oft die Frage, wie man einen Drucker in DOSBox einrichtet. Aufgrund der Emulator-Struktur kann das Drucken anders funktionieren als auf einem normalen PC, weshalb eine detaillierte Anleitung hilfreich ist.
Grundlagen des Druckens in DOSBox
DOSBox emuliert eine alte PC-Umgebung, allerdings ist der direkte Zugriff auf moderne Drucker beschränkt. Statt direkt auf den physischen Drucker zuzugreifen, verwendet DOSBox meist eine Druckausgabe in Form von Dateien. Diese erzeugten Dateien können dann mit einem Druckertreiber oder externen Programmen gedruckt werden. DOSBox unterstützt die Emulation von Parallel- und seriellen Ports, die früher zum Anschluss von Druckern genutzt wurden.
Drucker über Parallelport (LPT) einrichten
Um einen Drucker in DOSBox zu nutzen, muss man zunächst sicherstellen, dass das zu druckende Programm die Ausgabe über den Parallelport (meist LPT1) sendet. DOSBox kann diesen Port auf eine Datei oder direkt auf den echten Drucker weiterleiten.
In der Konfigurationsdatei von DOSBox (meist dosbox.conf) kann man im Abschnitt Einstellungen vornehmen. Dort lässt sich parallel1 mit einem Pfad definieren, der auf eine Datei zeigt, in welche Druckaufträge geschrieben werden. Alternativ ist eine direkte Weiterleitung an Windows-Drucker möglich, wenn das System dies erlaubt.
Praktische Beispielkonfiguration
Eine typische Konfiguration könnte so aussehen: Man definiert im -Abschnitt den Parameter parallel1=file print.txt. Dadurch wird die Druckerausgabe von LPT1 in die Datei print.txt umgeleitet. Anschließend kann man diese Datei mit einem Texteditor öffnen oder über das Betriebssystem drucken.
Für erweitertes Drucken kann man auch zusätzliche Tools nutzen, die die Druckausgabe automatisch an den Windows-Drucker weiterleiten. Einige Versionen von DOSBox unterstützen auch direkten Druck an Windows-Drucker, dies muss aber mit der eingesetzten Version abgeglichen werden.
Serielle Drucker einbinden
Manche alte Programme unterstützen auch serielle Drucker. DOSBox kann entsprechende COM-Ports emulieren und ggf. in Verbindung mit Tools wie com2tcp oder com2printer den Druck über das moderne System ermöglichen. Dies erfordert jedoch zusätzliche Konfiguration außerhalb von DOSBox und ist meist komplizierter als die Parallelport-Variante.
Zusammenfassung
Das Einrichten eines Druckers in DOSBox erfolgt hauptsächlich über die Emulation des LPT-Ports und eine Umleitung der Druckausgabe in eine Datei oder einen Windows-Drucker. Da DOSBox keinen direkten Zugriff auf moderne Druckerhardware bietet, ist das Drucken immer ein indirekter Vorgang, der eventuell den Einsatz weiterer Tools erfordert. Die Konfiguration erfolgt in der dosbox.conf im Abschnitt , wobei parallel1 auf eine Ausgabedatei oder einen Druckerpfad gesetzt wird. Für serielle Drucker sind komplexere Lösungen nötig, sodass der Parallelport meist die bevorzugte Methode ist.
