Wie repariere ich eine beschädigte Foobar2000-Datenbank?
- Überblick zur Problematik
- Vorbereitungen vor der Reparatur
- Versuch einer einfachen Wiederherstellung
- Manuelles Löschen der Datenbankdateien
- Wiederherstellen aus Backups
- Reparatur über externe Tools
- Neuerstellung der Datenbank als letzter Schritt
- Zusammenfassung
Überblick zur Problematik
Foobar2000 speichert die Medienbibliothek und Einstellungen in sog. "Database"-Dateien. Wenn diese Datenbank beschädigt wird, kann Foobar2000 möglicherweise nicht mehr auf die gespeicherten Playlists, Tags oder andere Medieninformationen zugreifen. Ursachen für eine beschädigte Datenbank können unerwartete Programmabbrüche, fehlerhafte Speichergeräte oder Probleme beim Speichern der Daten sein. Um die Funktionalität von Foobar2000 wiederherzustellen, ist es wichtig, die Datenbank entweder zu reparieren oder neu aufzubauen.
Vorbereitungen vor der Reparatur
Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass Foobar2000 komplett geschlossen ist. Es empfiehlt sich, ein Backup des Foobar2000-Konfigurationsordners anzulegen. Dieser befindet sich in der Regel unter %appdata%\foobar2000\ auf Windows-Systemen. Ein Backup schützt Sie davor, zusätzliche Datenverluste zu erzeugen, wenn während des Reparaturversuchs etwas schiefgeht. Kopieren Sie einfach den gesamten Ordner an einen sicheren Ort.
Versuch einer einfachen Wiederherstellung
Oft kann es helfen, Foobar2000 neu starten zu lassen, damit die Datenbank automatisch erneut aufgebaut wird. Starten Sie das Programm, halten Sie dabei die Shift-Taste gedrückt. Dadurch wird Foobar2000 mit minimalen Standardeinstellungen gestartet, ohne vorherige Daten zu laden. Wenn Foobar2000 auf diese Weise startet, können Sie unter File die Option zum erneuten Einlesen Ihrer Musikordner auswählen, um eine neue Datenbank zu generieren.
Manuelles Löschen der Datenbankdateien
Die Datenbankdateien liegen im Foobar2000-Datenverzeichnis, zum Beispiel unter %appdata%\foobar2000\db_*.bak oder ähnlichen Dateien. Indem Sie die Dateien foobar2000.bak oder foobar2000.cfg temporär aus dem Ordner entfernen oder umbenennen, können Sie Foobar2000 zwingen, eine frische Datenbank beim nächsten Start anzulegen. Beachten Sie, dass dabei alle individuell gespeicherten Einstellungen und Playlisten verloren gehen, falls diese nicht gesichert wurden.
Wiederherstellen aus Backups
Manchmal erstellt Foobar2000 automatische Backups der Datenbank. Diese liegen meist im gleichen Verzeichnis und haben die Endung .bak. Versuchen Sie, die aktuelle beschädigte Datenbankdatei umzubenennen oder zu löschen und die Backup-Datei in den normalen Dateinamen umzubenennen (z.B. foobar2000.bak zu foobar2000.db). Starten Sie anschließend Foobar2000. Eventuell ist die Backup-Datei intakt und erlaubt so die Wiederherstellung.
Reparatur über externe Tools
Für Foobar2000 gibt es keine offiziellen Reparaturtools. Dennoch gibt es im Internet einige Drittanbieter-Tools oder Skripte, die speziell für die Analyse und Reparatur von foobar-Datenbank-Dateien entwickelt wurden. Diese sollten jedoch mit Vorsicht genutzt werden und nur dann zum Einsatz kommen, wenn Sie über technisches Know-how verfügen und Sicherungen vorhanden sind.
Neuerstellung der Datenbank als letzter Schritt
Wenn alle Reparaturversuche scheitern, bleibt nur noch die Neuerstellung der Datenbank durch erneutes Einlesen der Musikordner. Das bedeutet, dass Sie Foobar2000 mit einer leeren Datenbank starten und unter Library Ihre Musikordner erneut hinzufügen. Dies kann je nach Anzahl der Dateien und deren Speicherort etwas Zeit in Anspruch nehmen. Individuelle Anpassungen wie Playlisten oder Wertungen müssen in diesem Fall manuell neu eingerichtet werden.
Zusammenfassung
Eine beschädigte Foobar2000-Datenbank kann meist durch das Sichern und Wiederherstellen von Backup-Dateien oder durch das manuelle Löschen und erneute Erstellen der Datenbank repariert werden. Wichtig ist stets eine vorherige Datensicherung. Durch das schrittweise Vorgehen lässt sich der Verlust von Musikinformationen möglichst gering halten. Im Zweifelsfall hilft die Neuinstallation und die Neubefüllung der Mediathek.
