Wie konfiguriere ich Audioausgabe-Geräte in MPV?

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  1. Einleitung
  2. Grundlagen der Audioausgabe in MPV
  3. Ausgabe-Gerät über die Kommandozeile auswählen
  4. Konfiguration in der mpv.conf
  5. Backend-spezifische Hinweise
  6. Beispiele und Tipps
  7. Zusammenfassung

Einleitung

MPV ist ein vielseitiger und plattformübergreifender Media Player, der eine flexible Konfiguration der Audioausgabe ermöglicht. Die Auswahl des Audioausgabegeräts ist hilfreich, wenn man z.B. mehrere Lautsprecher oder Kopfhörer angeschlossen hat und gezielt ein bestimmtes Gerät für die Wiedergabe verwenden möchte. In MPV kann man dies sowohl per Kommandozeile als auch über die Konfigurationsdatei einstellen.

Grundlagen der Audioausgabe in MPV

MPV nutzt sogenannte Audioausgabe-Backends, um Ton über verschiedene Systeme und Geräte auszugeben. Je nach Betriebssystem stehen unterschiedliche Ausgabe-Backends zur Verfügung, wie beispielsweise PulseAudio, ALSA oder OSS unter Linux, CoreAudio unter macOS oder DirectSound sowie WASAPI unter Windows. Jedes Backend hat unterschiedliche Möglichkeiten, einzelne Geräte gezielt anzusteuern.

Ausgabe-Gerät über die Kommandozeile auswählen

Wenn Sie MPV starten, können Sie mit dem Parameter --audio-device=NAME das gewünschte Ausgabegerät wählen. Der NAME entspricht dabei der Bezeichnung des Geräts, wie sie vom jeweiligen Backend ausgegeben wird.

Um verfügbare Audioausgabegeräte aufzulisten, können Sie MPV mit dem Flag --audio-device=help starten:

mpv --audio-device=help

Dabei erhalten Sie eine Liste der verfügbaren Geräte mit deren genauen Bezeichnungen. Beispielausgabe könnte so aussehen:

Audio devices: (1) pulse/Auto-Switch Audio Output (2) pulse/HD-Audio Generic Analog Stereo (3) alsa/default

Anschließend können Sie ein spezifisches Gerät auswählen, indem Sie dessen Namen verwenden, z.B.:

mpv --audio-device=pulse/HD-Audio Generic Analog Stereo datei.mp3

Konfiguration in der mpv.conf

Die Art und Weise, wie man das Audioausgabegerät dauerhaft festlegt, ist die Konfigurationsdatei. Diese heißt mpv.conf und befindet sich je nach Betriebssystem an unterschiedlichen Orten. Unter Linux liegt sie meist im Verzeichnis ~/.config/mpv/, unter Windows können Sie sie z.B. im Benutzerordner unter %APPDATA%\mpv\mpv.conf ablegen.

In der Datei definieren Sie die Audioausgabe mit der Direktive audio-device=NAME. Beispiel:

audio-device=pulse/HD-Audio Generic Analog Stereo

Hierbei ist es wichtig, dass Sie den korrekten Gerätenamen verwenden, wie Sie ihn mit --audio-device=help ermittelt haben.

Backend-spezifische Hinweise

Je nach Betriebssystem sollten Sie einige Besonderheiten beachten. Unter Linux können Sie häufig PulseAudio nutzen. Dort kann der Gerätename etwas komplexer sein, typischerweise im Format pulse/NAME. Wenn PulseAudio nicht verwendet wird, sondern ALSA direkt, kann das Gerät z.B. mit alsa/HDA Intel PCH,0 angegeben werden.

Unter Windows stehen meist DirectSound oder WASAPI zur Verfügung. Sie können das Backend in der Konfiguration mit audio-backend=wasapi oder audio-backend=dsound explizit einstellen und dann das Gerät analog mittels audio-device=NAME angeben.

Beispiele und Tipps

Falls Sie z.B. nur über HDMI ausgeben möchten, können Sie das Geräte-Listing nach einem HDMI-Eintrag durchsuchen und diesen dann als Standard in die Konfiguration eintragen.

Sollte das Gerät nicht gefunden werden, kann es sinnvoll sein, zuerst das entsprechende Audio-Subsystem unabhängig von MPV mittels Betriebssystemtools zu testen oder zu prüfen, ob das Gerät aktiv und korrekt angeschlossen ist.

Zusätzlich kann man in MPV weitere Audioparameter setzen, wie etwa audio-channels oder audio-delay, um das Audioerlebnis noch mehr anzupassen.

Zusammenfassung

Um Audioausgabegeräte in MPV zu konfigurieren, ermitteln Sie zunächst die verfügbaren Geräte mit mpv --audio-device=help. Dann setzen Sie das gewünschte Gerät entweder direkt per Kommandozeilenparameter --audio-device=NAME oder dauerhaft in der Konfigurationsdatei mpv.conf mit audio-device=NAME. Beachten Sie dabei das verwendete Audio-Backend und die jeweiligen Besonderheiten des Betriebssystems.

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