Wie konfiguriere ich Angry IP Scanner richtig für IPv6-Scans?

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  1. Einführung in IPv6-Scanning mit Angry IP Scanner
  2. IPv6-Scanmodus aktivieren und Adressbereich eingeben
  3. Scan-Einstellungen überprüfen und anpassen
  4. Weiterführende Hinweise zur Performance und Fehlerbehebung
  5. Zusammenfassung

Einführung in IPv6-Scanning mit Angry IP Scanner

Angry IP Scanner ist ein weitverbreitetes, plattformübergreifendes Tool zum schnellen Scannen von IP-Adressen und Ports. Während das Tool traditionell auf IPv4-Adressen fokussiert war, unterstützt es inzwischen auch IPv6-Scans. Die Konfiguration für IPv6-Scans unterscheidet sich jedoch etwas von der für IPv4, da IPv6-Adressen viel komplexer sind und eine andere Syntax aufweisen. Um Angry IP Scanner effektiv für IPv6 einsetzen zu können, sollten einige wichtige Schritte beachtet werden.

IPv6-Scanmodus aktivieren und Adressbereich eingeben

Im Hauptfenster von Angry IP Scanner müssen Sie zunächst sicherstellen, dass das Tool im IPv6-Modus läuft. Standardmäßig ist der Scanner auf IPv4 eingestellt, daher öffnen Sie das Menü für den Adressbereich, indem Sie im Feld für den Start- und End-IP-Adressenbereich auf das kleine Symbol klicken. Dort können Sie auf den IPv6-Modus umschalten oder explizit IPv6-Adressen eingeben.

Wichtig ist, dass Sie vollständige IPv6-Adressen eingeben, da der Scanner keine Vereinfachungen wie verkürzte Adressen (zum Beispiel ::1) automatisch erweitert. Geben Sie daher die Adressen im vollständigen, achtteiligen Hexadezimalformat ein, etwa 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334. Ebenso können Sie Bereiche angeben, indem Sie die Start- und Endadresse des Bereichs eingeben, wobei der Scanner alle Adressen im Bereich sequentiell scannt.

Scan-Einstellungen überprüfen und anpassen

Nach Eingabe des Adressbereichs sollten Sie die allgemeinen Scan-Einstellungen durchsehen. Insbesondere bei IPv6 kann das Scannen großer Adressbereiche viel Zeit in Anspruch nehmen, daher empfehlen sich vorsichtige Eingrenzungen des Bereichs. Stellen Sie sicher, dass die Timeout-Werte und Anzahl der Threads so gewählt sind, dass der Scanner nicht zu aggressiv arbeitet und Netzwerküberlastungen vermieden werden.

Unter Einstellungen oder Preferences können Sie zudem spezifische Plugins aktivieren, falls Sie erweiterte Funktionen für IPv6 benötigen. Je nach Version kann es sein, dass nur bestimmte Plugins IPv6 unterstützen. Prüfen Sie außerdem, ob die Version von Angry IP Scanner aktuell ist, da die IPv6-Unterstützung in älteren Versionen eingeschränkt sein könnte.

Weiterführende Hinweise zur Performance und Fehlerbehebung

IPv6-Netze haben aufgrund ihrer Größe eigenständige Besonderheiten. Ungültige oder fehlerhafte Bereichsdefinitionen führen dazu, dass Angry IP Scanner entweder keine Ergebnisse liefert oder sehr lange scannt. Sollte Ihnen der Scan keine Resultate liefern, überprüfen Sie die eingegebene Adresse sorgfältig auf Tippfehler oder Formatfehler. Nutzen Sie gegebenenfalls externe Tools, um Ihre Zieladressen vorab zu validieren.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass Firewalls oder Router IPv6-Verkehr manchmal restriktiver behandeln als IPv4. Somit kann es passieren, dass der Scan zwar korrekt ausgeführt wird, aber keine Antworten zurückkommen. Testen Sie den Scan idealerweise in einem Netzwerk, in dem Sie Administratorrechte haben oder welches Sie kontrollieren können.

Zusammenfassung

Um Angry IP Scanner für IPv6-Scans richtig zu konfigurieren, müssen Sie vor allem den IPv6-Adressmodus aktivieren und die Adressen im vollständigen Format korrekt eingeben. Danach empfiehlt sich eine angemessene Anpassung der Scan-Parameter, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Außerdem sollten Sie die Netzwerkinfrastruktur und eingesetzte Firewalls im Blick behalten, um reale Scan-Ergebnisse sicherstellen zu können. Mit diesen Schritten gelingt es, IPv6-Netzwerke effizient mit Angry IP Scanner zu prüfen.

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