Wie kann man USB-Geräte in Hyper-V an eine virtuelle Maschine durchreichen?
- Einleitung
- Warum ist das USB-Durchreichen in Hyper-V schwierig?
- Möglichkeiten zum Zugriff auf USB-Geräte in Hyper-V
- Praktische Alternativen
- Fazit
Einleitung
Beim Einsatz von Hyper-V als Virtualisierungslösung stellt sich oft die Frage, wie man USB-Geräte von
einem physischen Host-Rechner an eine virtuelle Maschine (VM) weiterreichen kann. Im Gegensatz zu anderen
Virtualisierungsplattformen wie VMware oder VirtualBox ist das Durchreichen von USB-Geräten in Hyper-V
nicht ohne weiteres möglich. In diesem Beitrag erläutere ich die Hintergründe und zeige mögliche
Warum ist das USB-Durchreichen in Hyper-V schwierig?
Hyper-V ist eine Hypervisor-Technologie von Microsoft, die stark auf die Integration mit dem Windows-Betriebssystem ausgerichtet ist.
Anders als manche andere Virtualisierungslösungen bietet Hyper-V keine direkte Unterstützung für das Durchreichen
von USB-Geräten als solche an die VM. Das liegt daran, dass Hyper-V USB-Geräte exklusiv vom Host verwaltet und nicht
Anstatt USB-Geräte nativ in der VM zu verwenden, lassen sich nur bestimmte USB-Typen über Remote-Desktop oder andere Protokolle übertragen.
Möglichkeiten zum Zugriff auf USB-Geräte in Hyper-V
Da es keinen nativen direkten USB-Passthrough in Hyper-V gibt, werden alternative Wege empfohlen. Eine Möglichkeit ist die Verwendung von
USB-over-IP-Lösungen, bei denen das USB-Gerät am Host eingesteckt wird und dann via Netzwerk an die VM weitergeleitet wird.
Eine weitere Methode ist die Nutzung des RemoteFX-USB-Redirectors, der allerdings in modernen Windows-Versionen aus Sicherheitsgründen
eingeschränkt oder sogar entfernt wurde. Alternativ kann man USB-Geräte per RDP (Remote Desktop Protocol) an die VM durchreichen, wenn die
VM über eine RDP-Verbindung genutzt wird und USB-Geräteweiterleitung in den RDP-Einstellungen aktiviert ist.
Praktische Alternativen
Für spezielle Geräte wie USB-Sticks oder USB-Festplatten empfiehlt es sich, den Speicher an den Host anzuschließen und anschließend
per Netzwerkfreigabe in der VM zugänglich zu machen. Für USB-Geräte, die auf Schnittstellen wie COM-Ports basieren (z. B. Barcode-Scanner),
kann eine virtuelle serielle Schnittstelle oder Software-Lösungen helfen, diese Schnittstellen an die VM weiterzuleiten.
Wenn es unbedingt notwendig ist, echten USB-Passthrough zu verwenden, kann man eventuell den Einsatz einer anderen Virtualisierungslösung
wie VMware Workstation oder VirtualBox in Betracht ziehen, die diese Funktionalität nativ unterstützen.
Fazit
Das direkte USB-Durchreichen an eine Hyper-V-VM wird von Hyper-V nicht nativ unterstützt. Es gibt jedoch verschiedene Workarounds
wie USB-over-IP oder RDP-USB-Weiterleitung, um bestimmte USB-Geräte in der VM nutzbar zu machen. Die Wahl der Lösung hängt stark vom
Einsatzzweck und der Art des USB-Gerätes ab. Für umfassenden USB-Passthrough sollten Anwender prüfen, ob alternative Virtualisierungslösungen sinnvoll sind.
