Wie kann man in Inkscape ein Bild freistellen?
- Was bedeutet Freistellen in Inkscape?
- Vorbereitung des Bildes
- Freistellen mittels Clip (Ausschneidepfad)
- Freistellen mittels Maske
- Feinjustierung und Export
- Fazit
Das Freistellen von Bildern in Inkscape ist eine häufige Aufgabe, wenn man nur bestimmte Teile eines Bildes verwenden möchte, ohne den Hintergrund oder unerwünschte Elemente abzubilden. Obwohl Inkscape hauptsächlich ein Vektorprogramm ist, kann man mit ein paar Techniken auch Rasterbilder wie Fotos freistellen und zuschneiden.
Was bedeutet Freistellen in Inkscape?
Freistellen bedeutet das Herauslösen oder Ausschneiden eines bestimmten Bereichs eines Bildes, sodass nur der gewünschte Teil sichtbar bleibt und der Rest ausgeblendet wird. In Inkscape erfolgt dies meist mithilfe von Masken oder Clipping-Pfaden, da das Programm keine direkte Freistellungsfunktion wie Bildbearbeitungssoftware bietet.
Vorbereitung des Bildes
Zunächst muss das Bild in Inkscape importiert werden. Dies geschieht über Datei – Importieren, woraufhin das Bild als eingebettete oder verknüpfte Rastergrafik in das Dokument eingefügt wird. Anschließend kann man mit dem Freistellen beginnen.
Freistellen mittels Clip (Ausschneidepfad)
Die einfachste Methode, einen Teil des Bildes freizustellen, ist die Verwendung der Clip-Funktion. Hierbei wird ein Vektorpfad gezeichnet, der die gewünschte Form oder den Bereich definiert, der sichtbar bleiben soll. Zum Beispiel kann man mit dem Freihandwerkzeug oder dem Bezier-Werkzeug eine geschlossene Form um das gewünschte Motiv zeichnen. Danach wählt man zuerst das Bild und anschließend den Pfad aus, und aktiviert im Menü Objekt – Clip – Setzen. Der Bildbereich innerhalb des Pfades bleibt sichtbar, der Rest wird ausgeblendet.
Freistellen mittels Maske
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Masken, die je nach Grauwert Teile des Bildes durchsichtig machen. Masken werden ähnlich wie Clips erstellt, jedoch benötigt die Maske ein Objekt mit Füllfarbe. Ein schwarz gefülltes Objekt würde dabei den Bereich komplett ausblenden, weiß füllte Bereiche bleiben sichtbar, und Grautöne sorgen für Transparenzstufen. Diese Methode ermöglicht feinere Übergänge beim Freistellen.
Feinjustierung und Export
Nach dem Freistellen kann man das Ergebnis weiter anpassen, indem man den Clip- oder Maskenpfad nachbearbeitet. Mehrere Pfade können kombiniert oder mit dem Knotenwerkzeug verändert werden. Nach Abschluss des Freistellens lässt sich das Ergebnis als SVG-Datei speichern oder als PNG exportieren, falls man ein Rasterformat benötigt.
Fazit
Obwohl Inkscape keine klassische Bildfreistellungsfunktion hat, lassen sich durch die Verwendung von Clipping und Masken trotzdem einzelne Bildbereiche effektiv freistellen. Diese Techniken erfordern zwar einen gewissen Umgang mit Vektorpfaden, sind aber sehr flexibel und bieten auch für komplexere Formen gute Ergebnisse.
