Wie kann man einen USB-Stick mit GParted bootfähig machen?

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  1. Einleitung
  2. Vorbereitung des USB-Sticks
  3. USB-Stick bootfähig machen mit einem Werkzeug
  4. Vorgehensweise unter Windows mit Rufus
  5. Vorgehensweise unter Linux mit dd
  6. Nach dem Erstellen des bootfähigen USB-Sticks
  7. Fazit

Einleitung

GParted ist ein beliebtes, frei verfügbares Partitionierungsprogramm, das oft von einem bootfähigen USB-Stick gestartet wird. Ein bootfähiger USB-Stick mit GParted ermöglicht es, Partitionen unabhängig vom installierten Betriebssystem zu bearbeiten. In diesem Artikel wird ausführlich beschrieben, wie man einen USB-Stick mit GParted bootfähig macht.

Vorbereitung des USB-Sticks

Zu Beginn sollte man sicherstellen, dass der USB-Stick ausreichend Speicherplatz bietet (mindestens 512 MB sind empfehlenswert) und keine wichtigen Daten mehr darauf gespeichert sind, da der Stick formatiert wird. Außerdem benötigt man die ISO-Datei von GParted, die von der offiziellen Webseite heruntergeladen werden kann. Es ist wichtig, die richtige Version für das eigene System (meist 64-Bit) herunterzuladen.

USB-Stick bootfähig machen mit einem Werkzeug

Um den USB-Stick bootfähig zu machen und die GParted ISO darauf zu übertragen, gibt es verschiedene Tools, die unter Windows, Linux oder macOS genutzt werden können. Bekannte Programme sind beispielsweise Rufus für Windows oder das Kommandozeilen-Tool dd unter Linux. Diese Tools schreiben die ISO-Datei nicht einfach nur als Datei auf den USB-Stick, sondern erstellen einen bootfähigen Speicher, von dem der Rechner starten kann.

Vorgehensweise unter Windows mit Rufus

Man startet Rufus, wählt den USB-Stick aus, lädt die heruntergeladene GParted-ISO unter "Boot-Auswahl" und lässt das Programm die notwendigen Einstellungen automatisch vornehmen. Dabei wird der USB-Stick formatiert und der bootfähige Partitionsbootsektor eingerichtet. Nach Abschluss des Vorgangs ist der USB-Stick startbereit. Im BIOS oder UEFI des PCs muss noch sichergestellt werden, dass das Booten von USB aktiviert ist, um die GParted-Oberfläche beim Hochfahren zu sehen.

Vorgehensweise unter Linux mit dd

Unter Linux kann man die GParted-ISO mit dem Befehl dd auf den USB-Stick übertragen. Zuerst wird der Gerätname des USB-Sticks ermittelt, häufig etwas wie /dev/sdX. Danach kann man den Befehl ausführen: sudo dd if=/pfad/zu/gparted.iso of=/dev/sdX bs=4M status=progress oflag=sync. Dabei ist es wichtig, wirklich den kompletten Laufwerksnamen und nicht eine Partition anzugeben. Nach erfolgreichem Schreiben ist der USB-Stick ebenfalls bootfähig.

Nach dem Erstellen des bootfähigen USB-Sticks

Nach der Erstellung muss man den PC noch so einstellen, dass er vom USB-Stick bootet. Das erfolgt meist durch Drücken einer bestimmten Taste beim Hochfahren (z.B. F12, ESC oder Entf), um das Boot-Menü aufzurufen und dort den USB-Stick auszuwählen. Wird alles richtig gemacht, startet der Rechner nun mit der GParted-Oberfläche, von der aus Partitionen verwaltet werden können.

Fazit

Das Bootfähig-Machen eines USB-Sticks mit GParted ist mit wenigen Schritten möglich, indem man die ISO-Datei herunterlädt und mit einem geeigneten Tool bootfähig aufspielt. So erhält man ein praktisches Werkzeug zur Partitionierung, das unabhängig vom installierten Betriebssystem funktioniert und besonders bei Systemreparaturen oder Neuinstallationen hilfreich ist.

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