Wie kann man eine Olive vermehren?

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  1. Vermehrung durch Stecklinge
  2. Vermehrung über Aussaat
  3. Pflege nach der Vermehrung
  4. Fazit

Die Olive ist ein beliebter mediterraner Baum, der nicht nur wegen seiner Früchte geschätzt wird, sondern auch als dekorativer Gartenbaum. Wer eine Olive vermehren möchte, kann dies auf verschiedene Weisen tun. Es gibt mehrere Methoden, die je nach Zeit, Aufwand und Ziel unterschiedlich geeignet sind. Im Folgenden werden die gängigsten Arten der Vermehrung von Oliven ausführlich erläutert.

Vermehrung durch Stecklinge

Eine der häufigsten Methoden, um Olivenbäume zu vermehren, ist die Vermehrung über Stecklinge. Dabei werden junge Triebe oder Zweige von einem gesunden Mutterbaum abgeschnitten und in Erde oder Wasser bewurzelt. Optimal ist es, halbverholzte Triebe zu verwenden, die weder zu jung noch zu alt sind. Die Stecklinge sollten etwa 15 bis 20 Zentimeter lang sein und mindestens einige Blätter besitzen, aber die großen Blätter können teilweise entfernt werden, um die Verdunstung zu reduzieren.

Der Steckling wird anschließend in ein feuchtes, durchlässiges Substrat gesteckt und an einem warmen, gut hellen Ort ohne direkte Sonne platziert. Für die Bewurzelung ist eine hohe Luftfeuchtigkeit günstig, weshalb das Abdecken mit einer durchsichtigen Plastiktüte oder einem Mini-Gewächshaus hilfreich sein kann. Die Bewurzelung kann mehrere Wochen dauern, und regelmäßiges Gießen ist wichtig, um Austrocknen zu vermeiden. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, kann die junge Olive in einen größeren Topf oder ins Freiland umgesetzt werden.

Vermehrung über Aussaat

Die Vermehrung aus Samen ist ebenfalls möglich, wird aber seltener praktiziert, da Olivenbäume aus Samen länger brauchen, bis sie Früchte tragen, und die Nachkommen häufig nicht sortenecht sind. Samen sollten frisch sein und nach der Ernte gereinigt werden. Oft ist es hilfreich, sie vor der Aussaat eine Zeit lang in Wasser einzuweichen oder leicht anzurauen, um die Keimung zu fördern.

Für die Aussaat verwendet man eine gut durchlässige Erde und hält das Substrat konstant feucht, aber nicht nass. Die Temperatur sollte möglichst konstant warm sein, denn Olivensamen keimen am besten bei Temperaturen um 20 bis 25 Grad Celsius. Nach der Keimung können die Jungpflanzen nach und nach an das Freiland gewöhnt werden, benötigen aber in den ersten Jahren besonderen Schutz vor Frost.

Pflege nach der Vermehrung

Unabhängig von der Vermehrungsmethode ist die anschließende Pflege entscheidend für das Gedeihen der jungen Oliven. Ein heller, warmer Standort ist wichtig, ideal sind Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Die Bodenfeuchtigkeit sollte gleichmäßig, aber nicht zu nass gehalten werden, denn Staunässe kann schnell zu Wurzelfäule führen. Eine gelegentliche Düngung mit einem leicht mineralischen, kaliumbetonten Dünger unterstützt das Wachstum.

Nach einigen Jahren, wenn der junge Baum kräftig genug ist, kann die Olive im Garten ausgepflanzt werden, sofern das Klima mild genug ist. Alternativ bleibt die Olive als Kübelpflanze, die im Winter frostfrei gestellt wird. Durch geeignete Schnittmaßnahmen kann man die Form und das Wachstum steuern.

Fazit

Die Vermehrung von Oliven ist auf mehreren Wegen möglich, wobei die Stecklingsvermehrung die praktischste und häufigste Methode darstellt. Auch die Aussaat von Samen kann durchgeführt werden, ist jedoch weniger beliebt aufgrund der langen Entwicklungszeit und Inkonstanz der Sorteneigenschaften. Wichtig sind eine geeignete Vorbereitung, ein passendes Substrat und eine gleichmäßige Pflege, um aus dem jungen Pflanzmaterial kräftige Olivenbäume zu ziehen, die in Zukunft reichlich Früchte tragen können.

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