Wie kann man Chilis selber ziehen?

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  1. Einleitung zum Thema Chilis selber ziehen
  2. Die Auswahl der richtigen Chilisorten
  3. Die Vorbereitung der Anzucht
  4. Keimung und Pflege der Jungpflanzen
  5. Das Wachstum im Freien und Überwinterung
  6. Fazit zum Chilis selber ziehen

Einleitung zum Thema Chilis selber ziehen

Wer gerne scharf isst oder einfach Freude an der Gartenarbeit hat, dem bietet das Selberziehen von Chilipflanzen eine wunderbare Möglichkeit, frische und aromatische Chilis direkt aus dem eigenen Garten oder vom Balkon zu ernten. Das Anbauen von Chilipflanzen ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Gärtner geeignet und benötigt nur ein wenig Geduld sowie die richtigen Voraussetzungen.

Die Auswahl der richtigen Chilisorten

Bevor man mit dem Chilis selber ziehen beginnt, sollte man sich überlegen, welche Chilisorte man anpflanzen möchte. Die Auswahl reicht von milden bis hin zu extrem scharfen Sorten, wie beispielsweise Jalapeños, Habaneros oder Cayenne. Die Entscheidung hängt zum einen vom Geschmack ab, zum anderen von den Wachstumsbedingungen, die jede Sorte bevorzugt. Für Einsteiger sind Sorten wie der Cayenne-Chili besonders geeignet, da sie robust und relativ pflegeleicht sind.

Die Vorbereitung der Anzucht

Für die Anzucht benötigt man hochwertige Chil samen, die idealerweise frisch und keimfähig sind. Die Samen können in kleinen Anzuchttöpfen oder speziellen Anzuchtplatten ausgebracht werden. Der Boden sollte nährstoffreich, locker und gut durchlässig sein, damit die jungen Pflanzen keine Staunässe bekommen. Eine Mischung aus Anzuchterde oder Kompost mit Sand ist häufig ideal. Die Temperatur spielt eine wichtige Rolle: Chilis keimen am besten bei etwa 25 bis 28 Grad Celsius. Um dies zu gewährleisten, kann man die Töpfe beispielsweise auf eine warme Fensterbank oder eine Heizmatte stellen.

Keimung und Pflege der Jungpflanzen

Nach etwa ein bis zwei Wochen zeigen sich erste Keimlinge, die sorgfältig gepflegt werden müssen. Die Erde sollte stets leicht feucht, aber nicht nass gehalten werden, da zu viel Wasser die empfindlichen Keimlinge schädigen kann. Die jungen Pflanzen brauchen viel Licht; ideal ist ein sonniger Standort oder eine zusätzliche Pflanzenlampe, besonders in den dunkleren Monaten. Sobald die Chilipflanzen mehrere Blätter entwickelt haben, kann man sie pikieren, also in größere Töpfe umsetzen, damit ihre Wurzeln ausreichend Platz haben.

Das Wachstum im Freien und Überwinterung

Wenn draußen keine Frostgefahr mehr besteht, können die Jungpflanzen ins Freie umziehen. Ein sonniger Balkon, ein Gewächshaus oder ein Gartenbeet eignen sich gut. Wichtig ist, die Pflanzen an die Außenbedingungen zu gewöhnen, indem man sie einige Tage lang tagsüber nach draußen stellt und nachts wieder hineinholt (Abhärtung). Während der Wachstumsphase sollten die Chilis regelmäßig gegossen und gegebenenfalls gedüngt werden. Die Erntezeit richtet sich nach der jeweiligen Sorte und der Witterung, meist sind die Früchte im Spätsommer bis Herbst reif. Da Chilipflanzen mehrjährig sein können, lohnt sich auch die Überwinterung an einem hellen und frostfreien Standort.

Fazit zum Chilis selber ziehen

Das Selberziehen von Chilis ist eine lohnende Beschäftigung, die mit Geduld und der richtigen Vorbereitung gut gelingt. Man kann nicht nur die Schärfe und Sorte selbst bestimmen, sondern auch die Pflanzen mit Freude wachsen sehen und schließlich frische, selbst angebaute Chilis ernten. Mit etwas Erfahrung und guter Pflege gelingt es jedem Gartenliebhaber, seine eigenen Chilipflanzen erfolgreich zu kultivieren.

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