Wie kann ich Nautilus so konfigurieren, dass es Dateisystemberechtigungen korrekt anzeigt?

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  1. Grundlagen der Anzeige von Dateisystemberechtigungen in Nautilus
  2. Erweiterte Anzeige von Berechtigungen in Nautilus
  3. Nutzung der Spaltenansicht und Anpassung der Anzeige
  4. Alternative Methoden zur Anzeige von Berechtigungen
  5. Fazit und praktische Umsetzung

Grundlagen der Anzeige von Dateisystemberechtigungen in Nautilus

Nautilus, der Standard-Dateimanager vieler GNOME-Desktops, zeigt Dateisystemberechtigungen standardmäßig nicht immer in detaillierter Form an. Die gängigen Ansichten beschränken sich häufig auf Symbole und grundlegende Informationen, wie ob eine Datei lesbar, schreibbar oder ausführbar ist. Für eine vollumfängliche und korrekte Anzeige der Berechtigungen, also etwa in der klassischen Form rwxr-xr--, bedarf es einer gewissen Konfiguration oder Nutzung von Zusatzfunktionen.

Erweiterte Anzeige von Berechtigungen in Nautilus

Direkt in der Standardoberfläche zeigt Nautilus Berechtigungen nicht im Terminal-ähnlichen Stil an. Um dennoch Zugriff auf diese Informationen zu erhalten, kann man entweder die Dateieigenschaften betrachten oder Nautilus mit bestimmten Erweiterungen oder alternativen Methoden ergänzen.

Beim Rechtsklick auf eine Datei und Wahl von Eigenschaften im Tab Berechtigungen werden die Zugriffsrechte aufgezeigt. Dies ist die von Nautilus vorgesehene Methode, Berechtigungen zu prüfen. Allerdings ist die Anzeige hier eher schlicht und grafisch – explizite chmod-artige Zeichenketten werden nicht dargestellt.

Nutzung der Spaltenansicht und Anpassung der Anzeige

Nautilus erlaubt die Anzeige verschiedener Spalten wie Name, Größe, Änderungsdatum, Typ und manchmal auch Zugriffsrechte. Allerdings ist die Standardinstallation oft eingeschränkt, was die Art der dargestellten Berechtigungen betrifft. Über die Funktion zum Hinzufügen von Spalten (in der Listenansicht) lassen sich keine detaillierten Unix-Berechtigungen direkt auswählen.

Eine Möglichkeit ist, über Plugins oder Erweiterungen die Anzeige zu verbessern. Dies wird aber von Nautilus i.d.R. nicht standardmäßig unterstützt und gilt auch als fortgeschritten.

Alternative Methoden zur Anzeige von Berechtigungen

Um Nautilus die korrekten Dateiberechtigungen anzutrainieren, integrieren Nutzer oft externe Tools. Ein beliebter Weg ist z.B. das Terminal oder ein Terminal-Plugin in Nautilus zu verwenden, um schnell ls -l auszuführen und detaillierte Berechtigungen sichtbar zu machen.

Man kann Nautilus durch sogenannte Nautilus-Skripte erweitern. Dabei handelt es sich um kleine Shell- oder Python-Skripte, die im Kontextmenü von Nautilus erscheinen und z.B. die korrekte Berechtigung in einem Popup, einer separaten Ansicht oder im Terminalfenster anzeigen. Solche Skripte können eigene Formate und mehr Details abbilden.

Fazit und praktische Umsetzung

Nautilus zeigt standardmäßig Dateiberechtigungen nur sehr eingeschränkt und auf graphische Weise an, aber nicht im klassischen, textuellen Format, wie man es vielleicht aus dem Terminal kennt. Um die Berechtigungen korrekt und detailliert anzuzeigen, können Sie im Kontextmenü unter Eigenschaften die Karte Berechtigungen aufrufen oder Nautilus mit Scripts und Plugins erweitern.

Eine praktische Vorgehensweise ist es, Nautilus mit einem Terminal-Skript zu verbinden oder ein entsprechendes Nautilus-Skript zu erstellen, das mit ls -l oder stat arbeitet und die Berechtigungen klar und korrekt darstellt. Alternativ helfen andere Dateimanager oder Terminal-Tools, wenn es um eine wirklich genaue Anzeige von Unix-Berechtigungen geht.

Falls Sie systemweit sicherstellen möchten, dass Dateiberechtigungen immer korrekt erkannt und angezeigt werden, sollten Sie außerdem darauf achten, dass Ihr Benutzer die entsprechenden Zugriffsrechte auf die Dateien hat, und dass die Dateisysteme (z.B. ext4, NTFS) korrekt eingehängt und unterstützt sind.

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