Wie kann ich mehr Farben in ein bestehendes Zelda Tiles-Paletten-Set einfügen?
- Grundlagen zur Farbpalette bei Zelda Tiles
- Verstehen der aktuell verwendeten Palettenstruktur
- Palette erweitern – die richtige Vorgehensweise
- Beispiel: Palette in YY-CHR bearbeiten und erweitern
- Weiterführende Hinweise und Tipps
Grundlagen zur Farbpalette bei Zelda Tiles
Tilesets in klassischen Zelda-Spielen, wie etwa The Legend of Zelda: A Link to the Past oder ältere Teile, nutzen oft eine Farbpalette, die aus einer festen Anzahl von Farben besteht. Eine Farbpalette ist eine kleine Auswahl von Farben, die vom Spiel und der Grafik des Tilesets verwendet werden. Diese Farben sind meistens in einer spezifischen Datei oder innerhalb des Tileset-Codes definiert. Viele Tilesets basieren auf Paletten mit 4 bis 16 Farben, je nach System und Engine. Wenn du mehr Farben hinzufügen möchtest, verlängerst du diese Palette mit zusätzlichen Farbtönen.
Verstehen der aktuell verwendeten Palettenstruktur
Zunächst solltest du herausfinden, in welchem Format die Farbpaletten gespeichert sind. Häufig liegen sie als einzelne .pal-Dateien, innerhalb der Tileset-Graphic-Dateien (wie .chr oder .gfx Dateien) oder in speziellen ROM-Bereichen vor. Treten die Paletten im Hex-Format auf, sind einzelne Farben meist in Form von 15-Bit- oder 24-Bit-Farben (je nach System) codiert. Für ein Super Nintendo Zelda beispielsweise kommen 15-Bit-Formate (5 Bit pro RGB-Kanal) zum Einsatz.
Um die Struktur korrekt zu verstehen, benötigst du ein Programm zum Bearbeiten von Grafiken und Paletten, etwa Tile Layer Pro, YY-CHR oder Emulator-Tools mit Palette-Editor. Dort siehst du, welche Farben momentan definiert sind und wie viele Farben deine Palette umfasst.
Palette erweitern – die richtige Vorgehensweise
Um deiner bestehenden Zelda-Tiles-Palette mehr Farben hinzuzufügen, solltest du zunächst die max. Anzahl an Farben prüfen, die vom Spiel unterstützt wird. Ein SNES-Spiel erlaubt beispielsweise maximal 256 Farben in mehreren 16-Farben-Paletten. Ändere möglichst nur Farben in vorhandenen Paletten oder nutze freie Slots, um Kompatibilität zu garantieren.
Wenn du freie Farbplätze sinnvoll nutzen kannst, öffne deine Palette mit einem Editing-Programm und füge dort neue Farbwerte hinzu. Die Farben müssen in einem kompatiblen Format vorliegen, z.B. RGB oder im spezifischen 15-Bit-Format (5 Bit pro Kanal). Neue Farben sollten dabei ähnlich zu den existierenden Farbwerten konvertiert werden, um keine unerwarteten Darstellungsfehler zu verursachen. Achte auch darauf, dass die Tile-Grafiken entsprechend die neuen Farbindizes (Palette-IDs) referenzieren.
Beispiel: Palette in YY-CHR bearbeiten und erweitern
Öffne dein Zelda Tileset in YY-CHR. Dort findest du die eingelesene Palette meist rechts angezeigt. Um eine neue Farbe hinzuzufügen, klicke auf einen freien Slot in der Palette und wähle eine gewünschte Farbe aus dem Farbwähler, oder gib die RGB-Werte manuell ein. Speichere die geänderte Palette anschließend ab, beispielsweise als .pal-Datei oder kombiniere sie direkt mit deinem Tileset.
Vergiss nicht, die Tiles an die neuen Farben anzupassen, d.h., die Indizes der betroffenen Pixel neu zu setzen, damit die neuen Farben in der Grafik auch genutzt werden. Das erfordert meist Pixel-für-Pixel-Bearbeitung oder Scripting, um die Indizes anzupassen.
Weiterführende Hinweise und Tipps
Mehr Farben hinzufügen kann die Grafik lebendiger und detailreicher machen. Allerdings kann das auch die Kompatibilität mit dem Originalsystem einschränken und eventuell Ladezeiten verlängern oder Speicherplatzverbrauch erhöhen. Achte daher darauf, die Farbauswahl gezielt vorzunehmen und die Tiles konsistent zu bearbeiten.
Manchmal hilft es, Paletten auf mehrere Sets aufzuteilen, die je nach Tileset geladen werden. Wenn du eine eigene Engine nutzt, kannst du auch erweiterte Farbpaletten in moderneren Formaten verarbeiten. Beim Arbeiten mit gehosteten ROMs oder Emulationen solltest du immer ein Backup der Originaldateien anlegen, bevor du die Paletten modifizierst.
