Wie kann ich LXQt installieren und welche Abhängigkeiten sind erforderlich?

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  1. Einleitung
  2. Voraussetzungen und Abhängigkeiten
  3. Installation unter verschiedenen Distributionen
  4. Nach der Installation
  5. Zusammenfassung

Einleitung

LXQt ist eine leichtgewichtige, modulare Desktop-Umgebung, die sich besonders für Systeme mit begrenzten Ressourcen eignet. Sie basiert auf der Qt-Bibliothek und kombiniert die Einfachheit von LXDE mit den modernen Komponenten von Razor-qt. Um LXQt erfolgreich zu installieren und verwenden zu können, sind einige Abhängigkeiten notwendig, die sowohl von der Desktop-Umgebung als auch von ihrem Ökosystem bereitgestellt werden.

Voraussetzungen und Abhängigkeiten

Grundsätzlich benötigt LXQt eine funktionierende Linux-Distribution mit einem Display-Server wie Xorg oder Wayland. Die Desktop-Umgebung selbst verlangt nach Qt 5 oder neuer als zentrale Toolkit-Bibliothek. Neben Qt sind verschiedene zusätzliche Bibliotheken und Tools erforderlich, um die volle Funktionalität zu gewährleisten, darunter Komponenten für Fenstermanagement, Netzwerkverwaltung, Sitzungsverwaltung, Dateimanager und weitere Systemtools.

Wichtige Abhängigkeiten umfassen dabei Bibliotheken wie libqt5core, libqt5gui, libqt5widgets, lxqt-config für die Systemeinstellungen, openbox als leichtgewichtigen Fenstermanager (optional, aber häufig als Default genutzt), pcmanfm-qt als Dateimanager, polkit-qt-1 für die Rechteverwaltung und pulseaudio für die Audiounterstützung.

Installation unter verschiedenen Distributionen

Je nach verwendeter Linux-Distribution unterscheiden sich die Installationsschritte leicht. Bei Debian oder Ubuntu können Sie LXQt über die Paketverwaltung installieren, indem Sie das Metapaket lxqt verwenden, das automatisch alle notwendigen Abhängigkeiten mitinstalliert. Beispielweise führen Sie als Administrator den Befehl apt install lxqt aus. Möchten Sie einen kompletten Desktop mit Displaymanager, Fenstermanager und zusätzlichen Komponenten, empfehlen sich Pakete wie lxqt-core oder auch die Installation von lightdm als Displaymanager.

Für Fedora steht LXQt ebenfalls über die offiziellen Repositories zur Verfügung und lässt sich mit dnf install @lxqt-desktop installieren. Arch Linux Nutzer profitieren von dem gut gepflegten LXQt-Paket im offiziellen Repository, das sie mit pacman -S lxqt installieren können.

Nach der Installation

Nach dem erfolgreichen Installationsvorgang empfiehlt es sich, den Displaymanager zu konfigurieren oder zu aktivieren, damit beim Systemstart direkt die LXQt-Sitzung geladen wird. Unter systemd-basierten Systemen kann man dazu beispielsweise systemctl enable lightdm.service ausführen, sofern LightDM verwendet wird. Beim Anmelden wählen Sie dann als Sitzung LXQt aus. Für die weitere Anpassung der Desktop-Umgebung stellt LXQt eine Konfigurationsoberfläche bereit, in der Sie Erscheinungsbild, Fensterverhalten, Autostart und viele weitere Einstellungen feinjustieren können.

Zusammenfassung

LXQt erfordert vor allem die Qt-Bibliotheken sowie eine Reihe von zusätzlichen Tools und Komponenten, die entweder als Abhängigkeiten mitinstalliert werden oder manuell ergänzt werden müssen. Die meisten modernen Linux-Distributionen bieten komfortable Metapakete an, welche die Installation erleichtern und die benötigten Abhängigkeiten automatisch berücksichtigen. Die Wahl des Fenstermanagers und Displaymanagers ist flexibel, wobei Openbox und LightDM oft standardmäßig eingesetzt werden.

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