Wie kann ich eine virtuelle Maschine in VirtualBox erstellen?

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  1. Vorbereitung und Installation von VirtualBox
  2. Start von VirtualBox und Erstellung einer neuen virtuellen Maschine
  3. Zuweisen von Arbeitsspeicher und Festplattengröße
  4. Abschließende Konfiguration und Start der virtuellen Maschine
  5. Zusammenfassung

Vorbereitung und Installation von VirtualBox

Bevor Sie eine virtuelle Maschine in VirtualBox erstellen können, müssen Sie sicherstellen, dass VirtualBox auf Ihrem Computer installiert ist. VirtualBox ist eine kostenlose Virtualisierungssoftware von Oracle, die für Windows, macOS und Linux verfügbar ist. Laden Sie die neueste Version von der offiziellen Webseite herunter und installieren Sie sie entsprechend den Anweisungen für Ihr Betriebssystem.

Start von VirtualBox und Erstellung einer neuen virtuellen Maschine

Nach der Installation öffnen Sie die VirtualBox-Anwendung. Im Hauptfenster sehen Sie eine Schaltfläche mit der Bezeichnung Neu oder New. Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um den Prozess zur Erstellung einer neuen virtuellen Maschine zu starten. Ein Assistent wird Sie durch die notwendigen Schritte führen. Hier geben Sie zunächst einen Namen für die virtuelle Maschine ein, der idealerweise den Zweck oder das Betriebssystem beschreibt, zum Beispiel Ubuntu 22.04 oder Windows 10. Wählen Sie anschließend den Typ des Betriebssystems aus, den Sie installieren möchten. VirtualBox bietet Kategorien wie Microsoft Windows, Linux, macOS und weitere, und innerhalb dieser Kategorien können Sie die jeweilige Version wählen.

Zuweisen von Arbeitsspeicher und Festplattengröße

Im nächsten Schritt bestimmen Sie, wie viel Arbeitsspeicher (RAM) der virtuellen Maschine zugewiesen werden soll. VirtualBox gibt in der Regel einen empfohlenen Bereich basierend auf dem ausgewählten Betriebssystem vor. Es ist wichtig, eine Balance zu finden: Zu wenig RAM kann das virtuelle System verlangsamen, zu viel RAM kann Ihr Hostsystem beeinträchtigen, vor allem wenn insgesamt wenig Arbeitsspeicher vorhanden ist. Danach müssen Sie eine virtuelle Festplatte erstellen oder eine bestehende auswählen. Für die meisten Nutzer ist die Erstellung einer neuen virtuellen Festplatte sinnvoll. Sie können zwischen verschiedenen Festplattentypen wählen, wobei das standardmäßige VDI-Format (VirtualBox Disk Image) meist ausreichend ist. Die Größe der virtuellen Festplatte sollte so gewählt werden, dass das Gastsystem und alle Programme ausreichend Platz haben. VirtualBox erlaubt hier oft die Option, die Festplatte dynamisch wachsen zu lassen, was bedeutet, dass die Datei auf der echten Festplatte nur so groß wird, wie wirklich benötigt wird, bis zum maximalen Limit.

Abschließende Konfiguration und Start der virtuellen Maschine

Nachdem die virtuelle Maschine mit den grundlegenden Parametern angelegt wurde, können Sie weitere Einstellungen anpassen. Dazu gehören, falls nötig, die Anpassung der Netzwerkeinstellungen, die Auswahl des Startmediums oder das Hinzufügen von virtuellen USB-Geräten. Um das Betriebssystem auf der virtuellen Maschine zu installieren, müssen Sie das Installationsmedium bereitstellen. Dies kann eine ISO-Datei sein, die Sie im virtuellen Laufwerk einlegen. Klicken Sie dazu auf die virtuelle Maschine in VirtualBox und anschließend auf Ändern oder Settings. Im Bereich Speicher können Sie das ISO-Abbild als optisches Laufwerk hinzufügen. Starten Sie nun die virtuelle Maschine mit dem Button Start oder Run. Die virtuelle Maschine bootet von dem eingelegten Medium, und Sie können mit der Installation des Betriebssystems beginnen, genau wie auf einem physischen Computer.

Zusammenfassung

Das Erstellen einer virtuellen Maschine in VirtualBox ist ein strukturierter Prozess, der mit der Installation der Software beginnt, gefolgt von der Eingabe grundlegender Parameter wie Name, Betriebssystemtyp, Arbeitsspeicher und virtueller Festplattengröße. Die Anpassung der Einstellungen und das Bereitstellen eines Installationsmediums ermöglichen es Ihnen, ein komplettes Gastsystem zum Leben zu erwecken, das isoliert vom Hostsystem betrieben werden kann. Mit dieser Methode lassen sich verschiedene Betriebssysteme testen, Softwareumgebungen simulieren oder sichere Arbeitsbereiche schaffen ohne den Hauptcomputer zu beeinflussen.

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