Wie kann ich DNS-Leaks bei Nutzung der ProtonVPN-App verhindern?

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  1. Was sind DNS-Leaks und warum sind sie problematisch?
  2. Vorteile von ProtonVPN bei DNS-Leaks
  3. Schritte zur Verhinderung von DNS-Leaks mit ProtonVPN
  4. Manuelle Prüfung auf DNS-Leaks
  5. Weitere Maßnahmen und Tipps

Was sind DNS-Leaks und warum sind sie problematisch?

Ein DNS-Leak tritt auf, wenn trotz der Verwendung eines VPNs die DNS-Anfragen nicht über den VPN-Tunnel, sondern direkt über den Internetanbieter oder andere externe DNS-Server geleitet werden. Das bedeutet, dass die besuchten Webseiten dennoch durch Dritte eingesehen oder protokolliert werden können, was die Anonymität und Privatsphäre untergräbt. Insbesondere bei VPN-Verbindungen ist es also zentral, DNS-Leaks zu vermeiden, um die maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Vorteile von ProtonVPN bei DNS-Leaks

ProtonVPN ist bekannt für seinen Fokus auf Datenschutz und Sicherheit. Standardmäßig nutzt die ProtonVPN-App eigene, sichere DNS-Server, die über den VPN-Tunnel erreichbar sind. Dies verhindert DNS-Leaks bei korrekter Konfiguration und Nutzung. Allerdings kann es in Einzelfällen vorkommen, dass durch spezielle Netzwerkeinstellungen oder Betriebssystemkonfigurationen trotzdem DNS-Leaks entstehen.

Schritte zur Verhinderung von DNS-Leaks mit ProtonVPN

Der erste Schritt ist sicherzustellen, dass die neueste Version der ProtonVPN-App installiert ist, da diese häufig Sicherheitsupdates und Verbesserungen im DNS-Handling enthält. Anschließend sollten Sie in den Einstellungen der App die Option zur Verwendung der internen ProtonVPN-DNS-Server aktivieren. Dies garantiert, dass alle DNS-Anfragen komplett über den VPN-Tunnel laufen. Oft heißt diese Einstellung etwa "Use secure ProtonVPN DNS" oder ähnlich.

Des Weiteren kann es sinnvoll sein, in den Netzwerkeinstellungen des Betriebssystems sicherzustellen, dass alternative oder manuell eingetragene DNS-Server, die außerhalb des VPN genutzt werden könnten, deaktiviert sind. Unter Windows zum Beispiel empfiehlt es sich, in der Adaptereinstellung bei der aktiven Netzwerkverbindung keine statisch eingetragenen DNS-Adressen zu haben oder diese auf automatische Zuweisung zu belassen. Unter macOS und Linux gilt ähnliches, hier können Sie ebenfalls die Netzwerkeinstellungen prüfen und gegebenenfalls anpassen.

Eine sehr wichtige Möglichkeit, DNS-Leaks zusätzlich zu minimieren, ist die Nutzung der Kill Switch-Funktion der ProtonVPN-App. Diese verhindert, dass der Rechner ohne aktiven VPN-Tunnel eine Verbindung aufbaut, wodurch auch ungeschützte DNS-Anfragen vermieden werden. Aktivieren Sie diese Option in den Sicherheitseinstellungen der App.

Manuelle Prüfung auf DNS-Leaks

Nach der Konfiguration und dem Verbinden mit ProtonVPN empfiehlt es sich, auf Webseiten wie dnsleaktest.com oder ipleak.net einen DNS-Leak-Test durchzuführen. Dabei sehen Sie, ob Ihre DNS-Anfragen vom VPN-Server oder von Ihrem Internetanbieter gesendet werden. Werden dort ProtonVPN-eigene Server erkannt, ist der Schutz aktiv; erscheinen Ihre echten DNS-Server, besteht ein Leak-Problem, das weiter untersucht werden sollte.

Weitere Maßnahmen und Tipps

Um DNS-Leaks vollständig zu verhindern, kann es außerdem helfen, lokale Firewalls oder zusätzliche Sicherheitssoftware so zu konfigurieren, dass DNS-Anfragen nur über den VPN-Tunnel zugelassen werden. Für Fortgeschrittene ist auch die Möglichkeit interessant, DNS-Anfragen manuell auf bestimmte, vertrauenswürdige Server wie ProtonVPNs eigene zu erzwingen oder DNS-over-HTTPS (DoH) bzw. DNS-over-TLS (DoT) zu nutzen, welche DNS-Abfragen verschlüsseln und so vor Ausspähung schützen.

Zusammenfassend ist die Kombination aus der Nutzung der aktuellen ProtonVPN-App, der Aktivierung der integrierten ProtonDNS-Option, dem Einsatz des Kill Switch und der Prüfung auf DNS-Leaks der sicherste Weg, um DNS-Leaks effektiv zu verhindern und die Privatsphäre bei der VPN-Nutzung zu schützen.

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