Wie kann ich die Bildqualität in UltraVNC verbessern?
- Verständnis der Bildqualität und Bandbreiteneinstellungen
- Optimierung der UltraVNC-Einstellungen
- Einsatz von Dithering und Subsampling
- Verwenden der schnelleren und moderneren Encoder
- Netzwerkbedingungen berücksichtigen
- Weitere Tipps zur Verbesserung
Verständnis der Bildqualität und Bandbreiteneinstellungen
Die Bildqualität in UltraVNC hängt stark von den Komprimierungs- und Übertragungseinstellungen ab, die dafür sorgen, dass der Bildschirminhalt schnell und möglichst verlustfrei übertragen wird. Ein wichtiger Faktor ist die Balance zwischen Bildqualität und Netzwerkgeschwindigkeit. Höhere Bildqualität erfordert mehr Bandbreite und Rechenleistung, während niedrigere Einstellungen die Übertragung beschleunigen, aber das Bild unschärfer oder verpixelt machen können.
Optimierung der UltraVNC-Einstellungen
Um die Bildqualität zu verbessern, sollten in den UltraVNC-Einstellungen einige Punkte angepasst werden. Es empfiehlt sich zunächst, die Farbtiefe auf einen höheren Wert zu setzen, beispielsweise auf 24-Bit oder sogar 32-Bit, sofern die Netzwerkverbindung stabil und schnell genug ist. Eine höhere Farbtiefe bewirkt, dass Farben detaillierter und natürlicher dargestellt werden.
Weiterhin sollte man die Komprimierungsmethode überdenken. UltraVNC bietet verschiedene Encoder wie z.B. den Tight- oder den Z-Algorithmus an. Der Tight-Encoder kann die Bildqualität bei gleichzeitiger Komprimierung je nach Einstellung sinnvoll verbessern. Dort lässt sich auch die Komprimierungsrate einstellen – um möglichst hohe Bildqualität zu erhalten, sollte die Kompressionsstufe niedriger gesetzt werden, was allerdings zu einem höheren Bandbreitenverbrauch führt.
Einsatz von Dithering und Subsampling
In den Einstellungen kann man zudem auf Dithering achten, welches bei niedriger Farbtiefe das Bild künstlich verbessert, indem Farbverläufe besser dargestellt werden. Wird viel Bildrauschen erkannt, kann auch das Subsampling reduziert oder deaktiviert werden, da es die Farbtreue beeinträchtigen kann. Diese Optionen findet man meist unter den erweiterten Einstellungen oder in der Server-Konfiguration von UltraVNC.
Verwenden der schnelleren und moderneren Encoder
UltraVNC bietet auch Zusatzmodule für modernere Codecs wie H.264 an, die eine wesentlich bessere Bildqualität bei gleichzeitig effizienterer Bandbreitennutzung erlauben. Wenn möglich, sollte man auf solche Erweiterungen zurückgreifen. Diese sind teilweise als Plugins verfügbar und müssen sowohl auf Client- als auch auf Serverseite aktiviert werden. Dadurch werden Bildkompression und -übertragung optimiert, insbesondere bei bewegten Bildern.
Netzwerkbedingungen berücksichtigen
Werden UltraVNC Verbindungen über instabile oder langsame Netzwerke hergestellt, sollte man an der Bildqualität nicht zu sehr feilen, da sonst Verzögerungen und Bildartefakte entstehen können. Ein performanter Netzwerkpfad ist essenziell. Ggf. empfiehlt es sich, die Verbindung innerhalb eines lokalen Netzwerks oder über VPN mit ausreichender Bandbreite durchzuführen, um eine möglichst hohe Bildqualität realisieren zu können.
Weitere Tipps zur Verbesserung
Zusätzlich empfiehlt es sich, die Bildschirmanzeige des Servers auf eine feste Auflösung zu begrenzen und unnötige Bildschirmaktualisierungen zu vermeiden, z. B. durch Animationen oder bewegte Hintergründe. Auch das Deaktivieren von Hardwarebeschleunigung bei der Videoausgabe kann in manchen Fällen zu stabileren und besser übertragenen Bildern führen. Schließlich sollte man immer die aktuellste Version von UltraVNC verwenden, da hier viele Verbesserungen hinsichtlich der Bildübertragung enthalten sind.
