Wie kann ich Debugging-Informationen für CrossOver-Programme aktivieren?

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  1. Einführung
  2. Debugging über die grafische Benutzeroberfläche
  3. Debugging über die Kommandozeile
  4. Speicherung und Auswertung der Logs
  5. CrossOver-spezifische Debug-Funktionalitäten
  6. Zusammenfassung

Einführung

CrossOver ist eine Software, die es ermöglicht, Windows-Programme unter Linux oder macOS auszuführen. Um Probleme zu analysieren oder Fehler zu beheben, ist das Aktivieren von Debugging-Informationen oftmals hilfreich. Diese Informationen helfen dabei, den Ablauf und eventuelle Fehlermeldungen detailliert nachzuvollziehen.

Debugging über die grafische Benutzeroberfläche

CrossOver besitzt eine eigene Benutzeroberfläche, über die sich Einstellungen vornehmen lassen. Zum Aktivieren der Debugging-Informationen kann man zunächst das Programm starten und dann in der jeweiligen Windows-Anwendung, die Probleme bereitet, den Debug-Modus aktivieren. Das erfolgt meist über das Kontextmenü des Flaschen-Containers (Bottle) in CrossOver. Dabei wählen Sie die entsprechende Bottle aus, öffnen die Einstellungen und aktivieren je nach Version die Debug- oder Protokollierungsmöglichkeiten. Diese Option führt dazu, dass bei Ausführung der Anwendung detaillierte Log-Dateien erstellt werden, die im Home-Verzeichnis unter ~/.cxoffice/Bottlename/ zu finden sind.

Debugging über die Kommandozeile

Für eine intensivere Analyse empfiehlt sich das Starten von CrossOver-Anwendungen über die Kommandozeile mit speziellen Umgebungsvariablen, die Debug-Ausgaben aktivieren. Ein häufig genutzter Weg ist das Exportieren der Variable WINEDEBUG. Diese Variable steuert, welche Art von Debug-Informationen das zugrundeliegende Wine-System ausgibt, das CrossOver verwendet.

Ein Beispielbefehl zum Starten einer Anwendung mit umfangreicher Debug-Ausgabe ist:

WINEDEBUG=+all /Pfad/zur/Anwendung

Dabei aktiviert +all alle verfügbaren Debug-Kanäle, was allerdings sehr umfangreiche und teilweise schwer lesbare Log-Dateien erzeugt. Empfehlenswerter ist es, nur die relevanten Bereiche zu aktivieren, beispielsweise WINEDEBUG=+relay,+seh,+tid. Diese Optionen geben Informationen zu Funktionsaufrufen, Ausnahmebehandlungen und Thread-IDs aus.

Speicherung und Auswertung der Logs

Die erzeugten Debug-Informationen werden üblicherweise in der Standardausgabe der Shell ausgegeben. Um diese Informationen später analysieren zu können, sollten sie in eine Datei umgeleitet werden. Das kann mit einem einfachen Umleitungsoperator erfolgen, zum Beispiel:

WINEDEBUG=+relay,+seh,+tid /Pfad/zur/Anwendung > crossover-debug.log 2>&1

Hierbei werden sowohl Standard- als auch Fehlermeldungen in der Datei crossover-debug.log gespeichert. Diese Logs können anschließend mit einem Texteditor oder speziellen Log-Analysetools ausgewertet werden. Zusätzlich ist es ratsam, nur die Zeiträume zu loggen, in denen das Problem auftritt, da Debug-Logs sonst schnell sehr groß werden.

CrossOver-spezifische Debug-Funktionalitäten

CrossOver selbst bietet darüber hinaus weitere Mechanismen zur Fehlerdiagnose. Beispielsweise kann man in einigen Versionen das CrossOver-Debug-Log aktivieren, indem man die Umgebungsvariable CX_DBG setzt. Außerdem gibt es Tools innerhalb von CrossOver, die das Sammeln von Diagnoseinformationen automatisieren. Beispielsweise können Sie in der CrossOver-Oberfläche auf Hilfe klicken und dort Diagnoseinformationen sammeln auswählen, um eine umfangreiche Sammlung aller relevanten Logs und Einstellungen zu erzeugen.

Zusammenfassung

Um Debugging-Informationen für CrossOver-Programme zu aktivieren, können Sie sowohl die grafische Oberfläche von CrossOver verwenden als auch über die Kommandozeile die Umgebungsvariable WINEDEBUG setzen. Die genaue Auswahl der Debug-Flags sollte auf das jeweilige Problem abgestimmt sein, um aussagekräftige und gleichzeitig gut handhabbare Log-Dateien zu erzeugen. Die gewonnenen Logs helfen dabei, Fehler zu identifizieren und Lösungen zu finden.

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