Wie installiere ich Wine auf meinem Linux-System?

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  1. Was ist Wine?
  2. Vorbereitung der Installation
  3. Installation von Wine auf Ubuntu/Debian
  4. Installation von Wine auf Fedora und anderen RPM-basierten Systemen
  5. Nach der Installation
  6. Zusammenfassung

Was ist Wine?

Wine ist eine Kompatibilitätsschicht, die es ermöglicht, Windows-Anwendungen auf Unix-ähnlichen Betriebssystemen wie Linux auszuführen. Durch die Installation von Wine kannst du viele Windows-Programme direkt auf deinem Linux-Rechner nutzen, ohne eine virtuelle Maschine oder Windows selbst installieren zu müssen.

Vorbereitung der Installation

Bevor du Wine installierst, solltest du sicherstellen, dass dein System aktuell ist. Öffne dazu ein Terminal und aktualisiere die Paketliste mit den jeweiligen Befehlen für deine Linux-Distribution. Bei Ubuntu und Debian-basierten Systemen verwendest du beispielsweise sudo apt update, bei Fedora sudo dnf check-update. Außerdem ist es ratsam, wichtige Abhängigkeiten wie 32-Bit-Architekturunterstützung zu aktivieren, insbesondere wenn du eine 64-Bit-Distribution benutzt, da viele Windows-Anwendungen 32-Bit sind.

Installation von Wine auf Ubuntu/Debian

Für Ubuntu und Debian-basierte Distributionen beginnt die Installation idealerweise mit dem Hinzufügen des offiziellen Wine-Repositorys. Dazu importierst du den Schlüssel des Wine-Projekt-Repositorys, fügst das Repository deiner Quellenliste hinzu und aktualisierst die Paketliste. Danach installierst du Wine mit sudo apt install wine oder genauer mit winehq-stable für die stabile Version. Es empfiehlt sich, die aktuelle Version direkt vom WineHQ zu verwenden, da die Distribution oft ältere Versionen liefert.

Genau gesagt kannst du die Architektur mit sudo dpkg --add-architecture i386 aktivieren. Danach fügst du das Repository hinzu, indem du die korrekten URLs von der offiziellen WineHQ-Seite benutzt. Anschließend aktualisierst du dein System mit sudo apt update und installierst Wine. Falls Probleme auftauchen, hilft oft ein Blick in die Dokumentation oder das Ausführen von wine --version, um die korrekte Installation zu überprüfen.

Installation von Wine auf Fedora und anderen RPM-basierten Systemen

Bei Fedora, CentOS oder RHEL distribuierten Systemen nutzt du den Paketmanager dnf oder yum. Standardmäßig ist Wine oft schon im offiziellen Repository vorhanden, sodass du es mit sudo dnf install wine installieren kannst. Für neuere Versionen kann es nötig sein, zusätzliche Repositories wie das Fedora Wine Staging-Repository zu aktivieren oder das offizielle WineHQ-YUM-Repository hinzuzufügen.

Stelle auch hier sicher, dass die 32-Bit-Architektur unterstützt wird, da einige Pakete separat installiert werden müssen. Nach der Installation kannst du die korrekte Funktion testen, indem du im Terminal winecfg ausführst, um die Wine-Konfiguration zu starten. Falls es Fehlermeldungen gibt, sagt dir die Ausgabe oft, welche Pakete noch fehlen oder welche Einstellungen abzuändern sind.

Nach der Installation

Nachdem Wine installiert ist, kannst du Windows-Anwendungen mit dem Befehl wine gefolgt von dem Pfad zur Windows-Exe-Datei starten. Beispielsweise wine setup.exe, um ein Programm zu installieren. Es empfiehlt sich, zuerst winecfg auszuführen, um die Einstellungen wie die Windows-Version und Bibliotheken zu konfigurieren. Wine behält seine Konfiguration und installierten Programme normalerweise im versteckten Ordner ~/.wine.

Zusätzlich gibt es grafische Frontends wie PlayOnLinux oder Lutris, die Installation und Verwaltung von Windows-Programmen mit Wine erleichtern. Diese bieten Installationsskripte und eine Benutzeroberfläche, die besonders für Einsteiger hilfreich sind.

Zusammenfassung

Die Installation von Wine hängt von deiner Linux-Distribution ab, folgt aber generell den Schritten: Vorbereitung des Systems, Hinzufügen der richtigen Repositorys (wenn nötig), Installieren von Wine über den Paketmanager und anschließend das Testen der Installation. Mit Wine kannst du eine große Vielzahl an Windows-Anwendungen direkt unter Linux nutzen, was besonders hilfreich ist, wenn du auf bestimmte Programme angewiesen bist, die keine Linux-Version haben.

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