Wie hoch sind die Kosten für eine Fußbodenheizung pro m²?
- Unterschied zwischen elektrischer und wassergeführter Fußbodenheizung
- Material- und Installationskosten pro m²
- Einflussfaktoren auf die Gesamtkosten
- Fazit: Welche Kosten pro m² sind realistisch?
Die Kosten für eine Fußbodenheizung pro Quadratmeter variieren stark, abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Heizsystem, dem Einbauort und der Art der Fußbodenheizung (elektrisch oder wassergeführt). In diesem Artikel werden die Einflussfaktoren auf die Kosten erläutert und eine grobe Preisspanne dargestellt.
Unterschied zwischen elektrischer und wassergeführter Fußbodenheizung
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen elektrischen und wassergeführten Fußbodenheizungen. Elektrische Systeme arbeiten mit Heizmatten oder -kabeln, die unter dem Boden verlegt werden und sich schnell erwärmen. Wassergeführte Systeme hingegen sind an einen zentralen Heizkessel oder eine Wärmepumpe angeschlossen und zirkulieren warmes Wasser durch Leitungen im Boden.
Die Anschaffungskosten für elektrische Fußbodenheizungen sind meist etwas geringer als für wassergeführte Varianten, jedoch fallen die Betriebskosten aufgrund des Stromverbrauchs höher aus. Wassergeführte Systeme benötigen eine aufwändigere Installation, sind aber langfristig meist wirtschaftlicher, besonders bei größeren Flächen.
Material- und Installationskosten pro m²
Die reinen Materialkosten für eine elektrische Fußbodenheizung liegen in der Regel zwischen 20 und 50 Euro pro Quadratmeter. Für wassergeführte Fußbodenheizungen sind die Materialkosten meist höher und können zwischen 40 und 80 Euro pro Quadratmeter liegen. Die Installation ist bei wassergeführten Systemen komplexer, was die Gesamtkosten weiter erhöht.
Zusätzlich kommen Kosten für Dämmmaterialien, den Estrich sowie die Verlegung und den Anschluss hinzu. Dies kann die Kosten pro Quadratmeter um weitere 30 bis 70 Euro steigern, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und der Verlegeart.
Einflussfaktoren auf die Gesamtkosten
Die tatsächlichen Kosten pro m² hängen von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen die Art des Bodenbelags, die Vorbereitung des Untergrunds, die Zugänglichkeit des Gebäudes und die technische Ausstattung der Fußbodenheizung, beispielsweise die Regelungstechnik. Auch ob die Fußbodenheizung in einem Neubau oder bei einer Sanierung eingebaut wird, hat großen Einfluss auf die Kosten.
Darüber hinaus können regionale Preisunterschiede bei Material und Arbeitslöhnen die Endkosten variieren lassen. Ein weiterer Faktor ist die gewünschte Leistungsfähigkeit der Heizung, die in kW/m² gemessen wird und je nach Gebäudegröße und Wärmebedarf angepasst werden muss.
Fazit: Welche Kosten pro m² sind realistisch?
Zusammenfassend lassen sich die Gesamtkosten für eine Fußbodenheizung in etwa wie folgt beziffern: Für elektrische Systeme können Gesamtkosten inklusive Installation zwischen 50 und 100 Euro pro Quadratmeter anfallen. Für wassergeführte Fußbodenheizungen sollten Käufer mit Kosten zwischen 80 und 130 Euro pro Quadratmeter rechnen, je nach Ausstattung und Aufwand. Eine genaue Kalkulation ist immer individuell mit einem Fachbetrieb zu erstellen, um Überraschungen zu vermeiden.
