Wie funktioniert eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)?

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  1. Grundprinzip der Zwei-Faktor-Authentifizierung
  2. Erster Faktor: Wissen
  3. Zweiter Faktor: Besitz oder Biometrie
  4. Zusammenspiel der Faktoren und Sicherheitsvorteile
  5. Zusammenfassung

Grundprinzip der Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (kurz 2FA) ist ein Sicherheitsverfahren, das die Sicherheit beim Anmelden deutlich erhöht, indem es zwei verschiedene Arten von Nachweisen verlangt, um die Identität einer Person zu bestätigen. Diese zwei Faktoren stammen aus unterschiedlichen Kategorien, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass unbefugte Personen Zugriff erhalten. Die Kategorien sind üblicherweise etwas, das man weiß (z.B. ein Passwort), etwas, das man hat (z.B. ein Smartphone oder ein spezieller Hardware-Token) und etwas, das man ist (biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung). Bei der 2FA werden in der Regel zwei dieser Faktoren kombiniert, meist das Wissen (Passwort) und den Besitz (ein einmaliger Code von einem Gerät).

Erster Faktor: Wissen

Der erste Schritt bei der Anmeldung ist oft die Eingabe eines Passworts oder einer PIN. Dies ist der sogenannte "Wissensfaktor". Das Passwort ist eine geheime Information, die nur der Benutzer kennen sollte. Es bildet die erste Sicherheitsebene, kann aber allein durch verschiedene Methoden wie Phishing, Brute-Force-Angriffe oder Datenlecks kompromittiert werden. Aus diesem Grund reicht der Wissensfaktor allein nicht mehr aus, um hohe Sicherheit zu gewährleisten.

Zweiter Faktor: Besitz oder Biometrie

Um die Sicherheit zu erhöhen, wird ein zweiter Faktor hinzugefügt. Dies ist meist ein Gerät, das der Benutzer besitzt, beispielsweise ein Smartphone. Nach Eingabe des Passworts fordert das System zusätzlich einen einmaligen Code an, der nur auf diesem Gerät erzeugt oder empfangen werden kann. Solche Codes werden häufig per SMS zugeschickt oder durch spezielle Apps wie Google Authenticator generiert, welche zeitbasierte Einmalkennwörter (TOTP: Time-based One-Time Password) produzieren. Alternativ kann auch ein Hardware-Token verwendet werden, der den Code anzeigt. Manche Systeme erlauben auch biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung als zweiten Faktor, wobei hier gleich mehrere Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden müssen, da biometrische Daten nicht so einfach geändert werden können.

Zusammenspiel der Faktoren und Sicherheitsvorteile

Erst wenn beide Faktoren korrekt eingegeben bzw. bestätigt wurden, erhält der Benutzer Zugriff zum System. Durch die Kombination von zwei unterschiedlichen Methoden zur Identitätsprüfung wird sichergestellt, dass ein Angreifer, der beispielsweise das Passwort gestohlen hat, immer noch nicht zugreifen kann, wenn er keinen Zugang zum zweiten Faktor hat. Die 2FA schützt somit effektiv vor vielen gängigen Angriffsszenarien wie Phishing, Passwortdiebstahl oder einfachen Hackerangriffen und erhöht die gesamte Systemsicherheit wesentlich.

Zusammenfassung

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ergänzt die traditionelle Passwortmethode um eine zusätzliche Sicherheitsstufe, indem sie zwei unterschiedliche Nachweise der Identität verlangt. Der erste Faktor ist etwas, das der Benutzer weiß, zum Beispiel ein Passwort. Der zweite Faktor ist meist etwas, das der Benutzer besitzt, wie ein Smartphone, oder etwas, das er ist, wie ein biometrisches Merkmal. Dieses Verfahren macht unbefugten Zugriff erheblich schwieriger und gehört heute zu den empfohlenen Standards für sichere Online-Konten.

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