Wie funktionieren die Steuern bei Preply und was muss man beachten?
- Einleitung: Was ist Preply und warum sind Steuern relevant?
- Wie werden Einnahmen aus Preply in Deutschland steuerlich behandelt?
- Die Rolle der Umsatzsteuer bei Preply
- Steuerliche Besonderheiten bei der Nutzung von Preply
- Fazit: Wichtige Hinweise für Preply-Nutzer bezüglich Steuern
Einleitung: Was ist Preply und warum sind Steuern relevant?
Preply ist eine Online-Plattform, die es Sprach- und Fachlehrern ermöglicht, Unterrichtsstunden mit Schülern weltweit anzubieten. Da diese Dienstleistung entgeltlich erfolgt, stellt sich für Tutoren und auch Lernende die Frage nach der steuerlichen Behandlung der auf Preply erzielten Einnahmen oder gezahlten Gebühren. Steuerliche Vorschriften können je nach Wohnsitzland, Art der Tätigkeit und Höhe der Einnahmen variieren, weshalb eine genaue Kenntnis der Steuerpflichten essenziell ist.
Wie werden Einnahmen aus Preply in Deutschland steuerlich behandelt?
In Deutschland gelten die Einkünfte aus Unterricht auf Preply in der Regel als Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit. Das bedeutet, dass Lehrer, die online Unterricht geben, ihre Einnahmen als Einkommen versteuern müssen. Dabei sind sämtliche Honorare, die über Preply gezahlt werden, inklusive eventueller Boni oder Trinkgelder, als Einnahmen zu erfassen. Es ist wichtig, alle Zahlungen sauber zu dokumentieren und entsprechende Rechnungen auszustellen, falls dies verlangt wird.
Die Rolle der Umsatzsteuer bei Preply
Ob Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) anfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Für Tutoren, die in Deutschland ansässig sind und die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG in Anspruch nehmen können, entfällt die Erhebung der Umsatzsteuer, sofern der Jahresumsatz eine bestimmte Grenze nicht überschreitet. Bei Überschreitung dieser Grenze oder wenn die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch genommen wird, muss Umsatzsteuer berechnet und an das Finanzamt abgeführt werden. Da Preply internationale Kunden bedient, ist außerdem der Ort der Leistungserbringung und die Steuerpflicht im jeweiligen EU- oder Drittland zu beachten.
Steuerliche Besonderheiten bei der Nutzung von Preply
Da Zahlungen auf Preply meist über die Plattform abgewickelt werden, stellt sich die Frage, wie die Einnahmen verbucht werden müssen. Preply behält keine Steuern ein, sondern überweist den Erlös abzüglich ihrer Provision direkt an den Tutor. Es liegt somit in der Verantwortung des Lehrers, Einnahmen ordnungsgemäß zu verbuchen, Steuererklärungen rechtzeitig abzugeben und eventuell Vorauszahlungen zu leisten. Darüber hinaus sind Vorsichtsmaßnahmen ratsam, was die korrekte Zuordnung von Einkünften, die eventuell von mehreren Ländern stammen, betrifft.
Fazit: Wichtige Hinweise für Preply-Nutzer bezüglich Steuern
Die steuerliche Behandlung der Einkünfte aus Preply hängt stark von individuellen Umständen ab. Grundsätzlich müssen in Deutschland ansässige Lehrer ihre Einkünfte versteuern und gegebenenfalls Umsatzsteuer abführen. Es empfiehlt sich, frühzeitig mit einem Steuerberater Kontakt aufzunehmen, um Klarheit über Pflichten und Möglichkeiten zu erlangen. Erfahrungen zeigen, dass eine sorgfältige Dokumentation und das Verständnis steuerlicher Rahmenbedingungen helfen, Ärger mit dem Finanzamt zu vermeiden und den Fokus auf die Unterrichtstätigkeit zu legen.
