Wie behebe ich Probleme mit fehlenden oder nicht erkannten Sensoren in HWiNFO?

Melden
  1. Überblick und erste Schritte
  2. Treiber und BIOS-Einstellungen kontrollieren
  3. Systemkonfiguration und Sicherheitssoftware prüfen
  4. HWiNFO-Einstellungen und alternative Methoden
  5. Zusammenfassung

Überblick und erste Schritte

Wenn HWiNFO bestimmte Sensoren nicht erkennt oder anzeigt, liegt dies häufig an Kompatibilitätsproblemen oder fehlenden Systemzugriffen. Zunächst sollte überprüft werden, ob die verwendete Version von HWiNFO aktuell ist. Ältere Versionen erkennen neue Hardware häufig nicht vollständig. Ein Update auf die neueste Version kann daher viele Probleme lösen, da die Entwickler regelmäßig neue Sensoren und Chipsätze integrieren.

Nachdem ein Update durchgeführt wurde, empfiehlt es sich, das Programm als Administrator auszuführen. Manche Sensoren erfordern höhere Zugriffsrechte, um korrekt ausgelesen zu werden. Ein Rechtsklick auf die Programmdatei und die Auswahl von Als Administrator ausführen kann in diesem Zusammenhang hilfreich sein. Auch das Deaktivieren von sogenannten Hardware Abstraction Layers durch Dritthersteller-Software kann die Erkennung beeinträchtigen, weshalb überprüft werden sollte, ob andere Überwachungs- oder Optimierungstools im Hintergrund laufen.

Treiber und BIOS-Einstellungen kontrollieren

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Treiber und BIOS-Einstellungen des Systems. Sensoren für Temperatur, Spannung oder Lüfterdrehzahl werden oft von Chipsätzen auf dem Motherboard bereitgestellt, die durch entsprechende Treiber angesprochen werden. Es ist ratsam, die Mainboard-Herstellerseite auf Treiberupdates oder Firmware-Updates zu überprüfen. Ein veralteter Chipsatztreiber kann die Sensorerkennung behindern.

Zudem können bestimmte Sensoren im BIOS oder UEFI deaktiviert sein. Beim Start des Rechners bietet es sich an, das BIOS aufzurufen und unter Hardware-Monitoring-Abschnitten nachzuschauen, ob Sensoren aktiviert und korrekt erkannt werden. Falls dieser Bereich gar nicht vorhanden oder unvollständig ist, könnte ein BIOS-Update sinnvoll sein. Vorsicht ist geboten, da ein BIOS-Update Risiken birgt und nur dann durchgeführt werden sollte, wenn es wirklich nötig ist.

Systemkonfiguration und Sicherheitssoftware prüfen

Manchmal blockiert Sicherheitssoftware wie Antivirus-Programme oder Systemintegritätsfeatures den Zugriff auf Hardwareinformationen. Um dies zu testen, kann man vorübergehend Sicherheitsprogramme deaktivieren und beobachten, ob die Sensoren dann erkannt werden. Dabei sollte allerdings sehr vorsichtig vorgegangen werden und das System nicht ohne Schutz ins Internet gehen.

Auch Windows-eigene Begrenzungen wie der Core Isolation-Modus oder andere Sicherheitsfeatures können unter Umständen Sensorzugriffe verhindern. In diesem Fall kann eine Anpassung in den Windows-Sicherheitseinstellungen helfen, muss aber auf den individuellen Sicherheitsbedarf des Nutzers abgestimmt sein.

HWiNFO-Einstellungen und alternative Methoden

Innerhalb von HWiNFO gibt es verschiedene Optionen zur Sensoranzeige und zum Scanverhalten. Es kann hilfreich sein, im Programmmenü unter Sensoren den Scanvorgang neu zu starten oder die Sensoranzeige zurückzusetzen. Gegebenenfalls sollten dort auch experimentelle oder erweiterte Optionen aktiviert werden, die zusätzliche Sensoren auslesen.

Falls bestimmte Sensoren traditionell nicht unterstützt werden, kann die Nutzung alternativer Programme wie HWMonitor, AIDA64 oder Open Hardware Monitor eine Lösung sein, um zumindest ähnliche Informationen zu erhalten. Auch das Prüfen von Foren und der offiziellen HWiNFO-FAQ kann Hinweise auf spezielle Kompatibilitätsprobleme geben.

Zusammenfassung

Um Probleme mit fehlenden oder nicht erkannten Sensoren in HWiNFO zu beheben, sollte zuerst die aktuellste Programmversion verwendet und diese mit Administratorrechten ausgeführt werden. Anschließend sind Treiber-Updates und BIOS-Einstellungen zu überprüfen sowie mögliche Blockierungen durch Sicherheitssoftware auszuschließen. Innerhalb von HWiNFO helfen Einstellungen zum Scanvorgang und das Testen alternativer Tools. Durch diese Schritte lassen sich die meisten Erkennungsprobleme in der Regel lösen oder zumindest eingrenzen.

0

Kommentare