Wie behebe ich langsame Festplattenleistung in einer VMware Fusion VM?
- Ursachen langsamer Festplattenleistung
- VMware Tools aktualisieren
- Festplatten- und Controller-Einstellungen prüfen
- Speicherplatz und Fragmentierung innerhalb der VM
- Host-Ressourcen und Speicherüberprüfung
- Paravirtualisierte Festplatten und andere Optimierungen
- Zusammenfassung
Ursachen langsamer Festplattenleistung
Die langsame Festplattenleistung in einer VMware Fusion virtuellen Maschine kann verschiedene Ursachen haben. Dazu zählen unter anderem eine veraltete VMware Tools-Installation, falsche Festplattenkonfiguration, Engpässe durch den zugrunde liegenden Host-Speicher, Fragmentierung der virtuellen Festplatte oder ineffiziente SCSI-Controller-Einstellungen. Außerdem können Hintergrundprozesse auf dem Host oder interner Speicherplatzmangel der VM die Leistung negativ beeinflussen.
VMware Tools aktualisieren
Ein häufiger Grund für Performance-Probleme ist eine nicht aktuelle oder fehlerhafte Installation von VMware Tools. Diese Tools optimieren die Kommunikation zwischen Host und Gast und verbessern dadurch auch die Festplattenleistung. Es empfiehlt sich, die VMware Tools innerhalb der VM zu aktualisieren beziehungsweise neu zu installieren. Im VMware Fusion Menü kann dies über Virtuelle Maschine → VMware Tools installieren oder VMware Tools aktualisieren erfolgen.
Festplatten- und Controller-Einstellungen prüfen
Die Konfiguration der virtuellen Festplatte und des Controllers spielt eine wesentliche Rolle für die Performance. Moderne VMware-Versionen unterstützen SCSI-Controller vom Typ LSI Logic oder Paravirtual, welche höhere Geschwindigkeiten als IDE-Controller bieten. Ein Wechsel zu einem SCSI-Controller, speziell dem Paravirtual-Controller, kann daher zu deutlich besseren Zugriffszeiten führen. Auch das Anpassen der Festplattenspeichermethode, zum Beispiel das Verwenden von Split Disk gegenüber Monolithic Disk, kann sich auswirken. Die Einstellung Pre-allocate disk space (Vollständige Speicherreservierung) bei der virtuellen Festplatte kann zudem die Leistung steigern, da keine zusätzliche Dynamik beim Vergrößern der Disk erfolgt.
Speicherplatz und Fragmentierung innerhalb der VM
Wenn die virtuelle Festplatte fast voll ist oder die VM intern unter Fragmentierung leidet, kann das die Leistung negativ beeinflussen. Es ist daher sinnvoll, innerhalb der VM regelmäßig nicht benötigte Dateien zu entfernen und gegebenenfalls eine Defragmentierung (bei Windows-Gastsystemen) durchzuführen. Auch das Verkleinern und Neuordnen der virtuellen Festplatte mittels VMware-eigenen Tools kann helfen.
Host-Ressourcen und Speicherüberprüfung
Da VMware Fusion auf dem Host-System läuft, kann die Festplattenleistung der VM stark durch die physische Festplatte und durch andere laufende Prozesse beeinflusst werden. Eine SSD als Host-Speicher verbessert generell die Performance im Vergleich zu herkömmlichen HDDs. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass auf dem Host genügend freier Speicherplatz zur Verfügung steht, und keine intensiven Hintergrundprozesse (wie Time Machine-Backups oder Virenscanner-Scans) die Festplatte in der VM bremsen.
Paravirtualisierte Festplatten und andere Optimierungen
Fortgeschrittene Verbesserungen können durch das Aktivieren von Funktionen wie SSD Discovery in VMware Fusion erreicht werden, wodurch die VM erkennt, dass die virtuelle Festplatte auf einer SSD liegt und entsprechend optimiert arbeitet. Auch das Anpassen der SCSI-Controller-Treibereinstellungen für den Gast oder das Verwenden von Thin Provisioning kann sich auf die Leistung auswirken. Zudem kann man in den .vmx-Konfigurationsdateien manuell Parameter setzen, die das Caching beeinflussen oder die Festplattenlatenz reduzieren.
Zusammenfassung
Um langsame Festplattenleistung in VMware Fusion VMs zu beheben, sollte man systematisch die VMware Tools aktualisieren, die Festplatten- und Controllerkonfigurationen überprüfen und optimieren, den verfügbaren Speicherplatz innerhalb der VM verwalten und den Zustand sowie die Auslastung des Host-Systems beobachten. Durch eine Kombination dieser Maßnahmen lässt sich häufig eine deutliche Verbesserung der Festplattenperformance erreichen.
