Wie behebe ich Grafikfehler oder Artefakte in RetroArch?

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  1. Ursachen von Grafikproblemen
  2. Einstellungen der Videoausgabe prüfen und anpassen
  3. Kern- und Auflösungseinstellungen
  4. Shader deaktivieren oder wechseln
  5. Grafiktreiber aktualisieren
  6. RetroArch aktualisieren und Kerne neu installieren
  7. Weitere Tipps für die Fehlerbehebung
  8. Fazit

Ursachen von Grafikproblemen

Grafikfehler oder sichtbare Artefakte bei der Verwendung von RetroArch können verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören häufig inkompatible Grafikeinstellungen, veraltete Grafiktreiber oder falsche Kern-/Emulator-Konfigurationen. Auch Fehler bei Shadern, Videoausgabearten oder Treiberproblemen der Grafikkarte selbst können zu solchen Problemen führen.

Einstellungen der Videoausgabe prüfen und anpassen

Ein wesentlicher Schritt zur Behebung von Grafikfehlern ist die Anpassung der Videoausgabe. RetroArch unterstützt verschiedene Video-Backends, beispielsweise OpenGL, Vulkan oder Direct3D. Es kann hilfreich sein, im Menü unter Settings > Video > Video Driver einen anderen Treiber auszuwählen, um zu prüfen, ob dadurch die Anzeigeprobleme verschwinden. Nach Änderung des Video-Treibers muss RetroArch meist neu gestartet werden, um die neue Einstellung aktiv zu machen.

Ebenso können innerhalb der Video-Einstellungen Optionen wie die "Multithreaded Video", "Vsync" oder "Hard GPU Sync" aktiviert oder deaktiviert werden, um die Stabilität und Darstellung zu verbessern. Experimentiere, wie sich diese Optionen auf die Bildqualität auswirken.

Kern- und Auflösungseinstellungen

Manchmal liegen die Grafikfehler an der internen Auflösung oder der Kern-spezifischen Konfiguration. Einige Emulator-Kerne bieten eigene Grafikoptionen, die die interne Renderauflösung, Filter oder Bildschirmmodi beeinflussen. Eine zu hohe interne Auflösung kann zu Artefakten führen, ebenso inkonsistente Einstellungen für Bildschirmseitenverhältnis oder Skalierung.

Gehe im RetroArch-Menü auf Quick Menu > Options während eines geladenen Spiels, um kernspezifische Grafikoptionen zu überprüfen und gegebenenfalls zurückzusetzen oder anzupassen. Die interne Auflösung kannst du dort verringern, um möglicherweise Grafikprobleme zu beheben.

Shader deaktivieren oder wechseln

Viele RetroArch-Nutzer aktivieren Shader, um das Bild zu verbessern. Manche Shader sind allerdings nicht mit allen Kernen oder Videoausgaben kompatibel und sorgen für seltsame Effekte oder Artefakte. Wenn du Probleme beobachtest, solltest du temporär alle Shader deaktivieren, um zu testen, ob das Problem weiterhin auftritt.

Die Shader findest du unter Settings > Shaders oder im Quick Menu, und kannst sie dort einfach deaktivieren oder einen alternativen Shader auswählen, der besser mit deinem Setup harmoniert.

Grafiktreiber aktualisieren

Veraltete oder fehlerhafte Grafikkartentreiber sind häufige Ursachen für Anzeigeprobleme. Stelle sicher, dass du die neuesten Treiber deiner Grafikkarte installiert hast – egal ob NVIDIA, AMD oder Intel. Gehe dazu auf die jeweilige Herstellerseite und installiere die aktuellste Treiberversion, die mit deinem System kompatibel ist.

Nach dem Aktualisieren kann ein Neustart des Systems helfen, damit neue Treiber korrekt geladen werden und RetroArch problemlos darauf zugreifen kann.

RetroArch aktualisieren und Kerne neu installieren

Mitunter können Fehler auch auf Bugs in RetroArch selbst oder einzelnen Emulator-Kernen zurückzuführen sein. Stelle sicher, dass du die neueste Version von RetroArch verwendest. Updates enthalten häufig Fehlerbehebungen und Verbesserungen bezüglich Grafik und Kompatibilität.

Auch eine Neuinstallation oder ein Update der Kern-Emulatoren kann sinnvoll sein, da diese eigenständig aktualisiert werden. Im Kern-Manager kannst du deine installierten Emulator-Kerne verwalten und bei Bedarf neu installieren.

Weitere Tipps für die Fehlerbehebung

Wenn die Probleme weiterhin bestehen, lohnt sich ein Blick in die RetroArch-Logdateien, die beim Starten über die Kommandozeile mit aktiviertem --verbose Flag erzeugt werden können. Dort findest du unter Umständen Hinweise auf Treiberfehler oder inkompatible Einstellungen.

Manchmal hilft auch ein Zurücksetzen der RetroArch-Konfiguration auf die Standardwerte, insbesondere wenn du viele Einstellungen verändert hast. Das kannst du über Settings > Configuration durchführen.

Zuletzt solltest du prüfen, ob die Probleme nur bei bestimmten Spielen auftreten oder generell. Eventuell ist ein Spiel-ROM beschädigt oder nicht vollständig kompatibel mit dem verwendeten Kern.

Fazit

Die Behebung von Grafikfehlern oder Artefakten in RetroArch erfordert meist das systematische Überprüfen und Anpassen von Videoeinstellungen, Shadern und Treibern. Beginne dabei mit der Änderung der Videoausgabe und dem Deaktivieren von Shadern, prüfe die Kernkonfigurationen und halte anschließend Treiber und RetroArch-Version aktuell. Mit etwas Geduld und gezieltem Vorgehen lassen sich die meisten Grafikprobleme zuverlässig lösen.

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