Wie aktiviere oder deaktiviere ich VT-x/AMD-V Virtualisierungstechnologie für eine VM?
- Was ist VT-x/AMD-V?
- Aktivierung der Virtualisierungstechnologie im BIOS/UEFI
- VT-x/AMD-V für eine virtuelle Maschine aktivieren oder deaktivieren
- Beispiel: VirtualBox
- Beispiel: VMware Workstation / Player
- Beispiel: Hyper-V
- Wichtige Hinweise
- Zusammenfassung
Was ist VT-x/AMD-V?
VT-x (von Intel) und AMD-V (von AMD) sind Technologien für Hardware-Virtualisierung, die es einem Computer ermöglichen, mehrere Betriebssysteme als virtuelle Maschinen (VMs) effizient und performant auszuführen. Diese Erweiterungen sind in den Prozessor integriert und ermöglichen der Virtualisierungssoftware wie VMware, VirtualBox oder Hyper-V direkten Zugriff auf Hardware-Features, was zu besserer Performance und größerer Kompatibilität führt.
Aktivierung der Virtualisierungstechnologie im BIOS/UEFI
Bevor Sie VT-x oder AMD-V innerhalb einer virtuellen Maschine aktivieren können, muss die Virtualisierungstechnologie in der Firmware Ihres Computers (BIOS oder UEFI) aktiviert sein. Um dies zu tun, starten Sie Ihren Rechner neu und rufen während des Startvorgangs das BIOS- oder UEFI-Menü auf. Übliche Tasten hierfür sind Entf, F2, F10 oder Esc, dies variiert je nach Hersteller.
Im BIOS/UEFI suchen Sie nach einem Menüpunkt wie Advanced, CPU Configuration oder Security. Dort finden Sie Optionen mit Bezeichnungen wie Intel Virtualization Technology, VT-x, Intel VT-d, AMD-V oder SVM Mode. Stellen Sie sicher, dass diese Option aktiviert ist. Speichern Sie anschließend Ihre Einstellungen und starten Sie den Computer neu.
VT-x/AMD-V für eine virtuelle Maschine aktivieren oder deaktivieren
Nachdem die Virtualisierungstechnologie im BIOS/UEFI aktiviert ist, können Sie innerhalb der Virtualisierungssoftware einstellen, ob Ihre VM VT-x/AMD-V nutzen soll. Der genaue Ablauf hängt von der verwendeten Software ab.
Beispiel: VirtualBox
In Oracle VM VirtualBox öffnen Sie den Manager, wählen die gewünschte VM aus und klicken auf Ändern (bzw. Settings). Im Abschnitt System unter dem Tab Beschleunigung finden Sie die Option VT-x/AMD-V aktivieren. Um die Virtualisierung für diese VM zu aktivieren, setzen Sie dort den Haken. Wenn Sie die Hardware-Virtualisierung ausschalten möchten, entfernen Sie den Haken. Nach dem Bestätigen der Einstellungen durch OK können Sie die VM starten oder stoppen.
Beispiel: VMware Workstation / Player
Bei VMware öffnen Sie die Einstellungen der gewünschten virtuellen Maschine. Unter Processors gibt es eine Einstellung Virtualize Intel VT-x/EPT or AMD-V/RVI. Dort können Sie diese Hardware-Virtualisierung aktivieren oder deaktivieren, indem Sie das Kontrollkästchen setzen oder entfernen. Speichern Sie die Änderungen, bevor Sie die VM starten.
Beispiel: Hyper-V
Hyper-V nutzt in der Regel automatisch die Hardware-Virtualisierung, sofern diese aktiv ist. Innerhalb der VM-Einstellungen lässt sich diese meist nicht manuell an- oder ausschalten, da Hyper-V diese Funktion für alle VMs benötigt. Sie müssen sicherstellen, dass die Virtualisierung im BIOS/UEFI aktiviert ist und Hyper-V korrekt installiert ist.
Wichtige Hinweise
Falls die Virtualisierungsoptionen im BIOS/UEFI nicht sichtbar sind, ist es möglich, dass Ihr Prozessor diese Funktion nicht unterstützt oder dass ein Firmware-Update notwendig ist. Außerdem kann es bei manchen Mainboards erforderlich sein, zusätzlich die Intel VT-d oder AMD IOMMU-Technologie zu aktivieren, damit bestimmte Funktionen der Virtualisierung vollständig unterstützt werden.
Wenn die Virtualisierungstechnologie nicht aktiviert ist, können VMs entweder nicht gestartet werden oder laufen sehr langsam, da dann keine Hardwarebeschleunigung genutzt wird.
Zusammenfassung
Um VT-x oder AMD-V zu aktivieren, müssen Sie zunächst in der BIOS/UEFI-Firmware die Virtualisierungstechnologie einschalten. Anschließend ermöglichen die meisten Virtualisierungslösungen wie VirtualBox oder VMware die Nutzung dieser Technologie pro VM über die VM-Einstellungen. Dort aktivieren oder deaktivieren Sie die Hardware-Virtualisierung. Ohne aktivierte Hardware-Virtualisierung profitieren virtuelle Maschinen nicht von der Beschleunigung durch die CPU-Funktionen und arbeiten ineffizienter.
