Welche Video-Plugins sind mit RetroArch kompatibel und wie installiere ich sie?
- Einführung zu Video-Plugins in RetroArch
- Verfügbare Grafik-Backends (Video-Plugins) in RetroArch
- Installation und Aktivierung von Video-Backends in RetroArch
- Video-Shaders als Erweiterung der Videoausgabe
- Installation von Shaders in RetroArch
- Zusammenfassung
Einführung zu Video-Plugins in RetroArch
RetroArch verwendet eine modular aufgebaute Architektur, bei der sogenannte "Kerne" (Cores) für die Emulation verantwortlich sind. Anders als klassische Emulatoren verwendet RetroArch keine externen Video-Plugins im eigentlichen Sinn, sondern integriert Videoausgabe und -filter direkt über seine Grafik-API-Schicht. Diese basiert auf plattformunabhängigen Grafikbibliotheken wie OpenGL, Vulkan, Direct3D oder Software-Rendering.
Das bedeutet, dass RetroArch nicht wie zum Beispiel ältere Versionen von Emulatoren wie PCSX2 oder ePSXe unterschiedliche externe Videoplugins benötigt oder unterstützt. Vielmehr können innerhalb von RetroArch verschiedene Grafik-Backends ausgewählt und zusätzlich Shader oder Videoeffekte verwendet werden, um die Grafikqualität zu verbessern oder zu modifizieren.
Verfügbare Grafik-Backends (Video-Plugins) in RetroArch
RetroArch bietet verschiedene Grafik-Backends, die je nach Betriebssystem und Hardwareunterstützung ausgewählt werden können. Dazu zählen unter anderem:
OpenGL: Die häufigste und plattformübergreifende Lösung für 3D- und 2D-Grafiken. OpenGL wird von den meisten Kerneln als Standard-Renderer genutzt.
Vulkan: Ein moderner Grafik-API-Standard mit besserer Performance und Effizienz, jedoch abhängig von der Hardware- und Treiberunterstützung.
Direct3D: Wird unter Windows unterstützt, meist Direct3D 11 oder 12.
Software-Renderer: Für Systeme, auf denen keine Hardwarebeschleunigung verfügbar ist. Hierbei erfolgt die Videoausgabe rein per CPU-basiertem Rendering ohne GPU-Unterstützung.
Diese Grafik-Backends können technisch als Video-Plugins angesehen werden, sind aber eng in RetroArch integriert und nicht als separate Plugins installierbar.
Installation und Aktivierung von Video-Backends in RetroArch
Die Auswahl des Grafik-Backends erfolgt innerhalb der RetroArch-Einstellungen:
Öffne RetroArch und navigiere zu den Einstellungen. Dort findest du den Menüpunkt "Video" oder "Video-Settings". In diesem Bereich kannst du das Grafik-Backend auswählen, etwa von OpenGL auf Vulkan wechseln.
Je nach Betriebssystem und Grafikkartentreiber kann ein Backend besser oder schlechter performen. Vulkan erfordert zum Beispiel kompatible Grafikkarten und aktuelle Treiber.
Nach Änderung des Backends ist meist ein Neustart von RetroArch erforderlich, damit die Änderung wirksam wird.
Video-Shaders als Erweiterung der Videoausgabe
Zusätzlich zu den Grafik-Backends bietet RetroArch eine große Auswahl an Shaders, die das Bild visuell aufwerten können. Shaders simulieren beispielsweise CRT-Bildschirme, verbessern die Schärfe, fügen Scanlines hinzu oder glätten die Pixel.
Shader sind also kein Video-Plugin im klassischen Sinn, sondern Filter, die auf das gerenderte Bild angewendet werden.
Installation von Shaders in RetroArch
Um Shaders zu installieren und zu verwenden, kannst du im RetroArch-Menü unter "Online Updater" die aktuellsten Shaderpacks herunterladen. Nach dem Download stehen diese in den Videoeinstellungen zur Auswahl.
Wähle den gewünschten Shader aus der Liste aus und aktiviere ihn. Du kannst auch komplexe Shadersets laden, die aus mehreren Dateien bestehen.
Darüber hinaus kannst du eigene Shader hinzufügen, indem du die Dateien im Shader-Verzeichnis von RetroArch ablegst. Dies ist normalerweise ein Unterordner im RetroArch-Konfigurationsverzeichnis.
Zusammenfassung
RetroArch verwendet keine externen Video-Plugins wie traditionelle Emulatoren, sondern integriert Grafik-Backends direkt in das System. Die wichtigsten Video-Plugins sind daher die Auswahl verschiedener Grafik-Backends wie OpenGL, Vulkan und Direct3D, die unter Videoeinstellungen konfiguriert werden können. Die visuelle Ausgabe kann durch Shaders erweitert werden, die ebenfalls innerhalb von RetroArch heruntergeladen und aktiviert werden.
Daher besteht die Installation von Video-Plugins in RetroArch hauptsächlich im Umschalten und Konfigurieren der Backends sowie dem Hinzufügen von Shader-Filtern über die Online-Updater-Funktion oder manuell im Shader-Verzeichnis.
