Welche Steuerpflichten gelten für Trading 212 Nutzer in Deutschland?
- Einleitung zu Trading 212 und der Steuerpflicht in Deutschland
- Besteuerung von Kapitalerträgen aus Trading 212
- Verlustverrechnung und Freistellungsauftrag
- Meldung und Nachweis gegenüber dem Finanzamt
- Fazit zur steuerlichen Behandlung von Trading 212 in Deutschland
Einleitung zu Trading 212 und der Steuerpflicht in Deutschland
Trading 212 ist eine beliebte Online-Handelsplattform, die es Nutzern ermöglicht, mit Aktien, ETFs, Kryptowährungen und anderen Finanzinstrumenten zu handeln. Für Anleger in Deutschland stellt sich dabei die wichtige Frage, welche steuerlichen Pflichten bei der Nutzung von Trading 212 zu beachten sind. Da Kapitalerträge in Deutschland steuerpflichtig sind, müssen auch Gewinne aus der Plattform korrekt erfasst und versteuert werden.
Besteuerung von Kapitalerträgen aus Trading 212
In Deutschland unterliegen alle Kapitalerträge, also auch solche, die durch Handel auf Trading 212 erzielt werden, der Abgeltungsteuer. Dazu zählen Gewinne aus Aktienverkäufen, Dividenden, Zinsen sowie eventuelle Erträge aus ETFs. Die Abgeltungsteuer beträgt pauschal 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dies bedeutet, dass effektiv etwa 26,375 Prozent oder mehr an Steuern auf die erzielten Gewinne anfallen.
Verlustverrechnung und Freistellungsauftrag
Verluste, die durch den Handel auf Trading 212 entstehen, können mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen verrechnet werden, um die Steuerlast zu senken. Es ist zudem möglich, einen Freistellungsauftrag bei der Bank zu hinterlegen, um den Sparer-Pauschbetrag von derzeit 1.000 Euro für Ledige beziehungsweise 2.000 Euro für Verheiratete zu nutzen. Dieser Betrag bleibt steuerfrei und reduziert so die steuerpflichtigen Gewinne.
Meldung und Nachweis gegenüber dem Finanzamt
Trading 212 ist zwar ein britischer Broker, dennoch müssen deutsche Anleger alle erzielten Kapitalerträge in ihrer Steuererklärung angeben. Da der Broker keine automatische Steuerabführung in Deutschland vornimmt, ist es Aufgabe des Anlegers, die Einnahmen korrekt zu erfassen. Dazu empfiehlt es sich, sämtliche Kontoauszüge, Jahressteuerbescheinigungen und Transaktionsübersichten aufzubewahren und bei der jährlichen Steuererklärung einzureichen.
Fazit zur steuerlichen Behandlung von Trading 212 in Deutschland
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gewinne aus dem Handel über Trading 212 in Deutschland steuerpflichtig sind und der Abgeltungsteuer unterliegen. Anleger sollten darauf achten, ihre Erträge vollständig zu deklarieren und die Möglichkeiten der Verlustverrechnung und Freistellungsaufträge zu nutzen. Da Trading 212 keine automatische Steuerabführung in Deutschland vornimmt, ist eine sorgfältige Dokumentation und eigenständige Meldung an das Finanzamt notwendig, um rechtliche Probleme zu vermeiden.
