Welche Open-Source-Alternativen zu PDFCreator gibt es?

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  1. Warum nach einer Open-Source-Alternative zu PDFCreator suchen?
  2. Funktionen, die eine PDFCreator-Alternative abdecken sollte
  3. Bekannte Open-Source-Alternativen zu PDFCreator
  4. Zusammenfassung und Empfehlung

PDFCreator ist ein beliebtes Werkzeug zum Erstellen von PDFs aus nahezu jeder druckfähigen Anwendung. Dennoch suchen viele Nutzer aufgrund von Funktionsumfang, Lizenzbedingungen oder Softwarearchitektur nach geeigneten Open-Source-Alternativen. In diesem Beitrag soll ausführlich erläutert werden, welche Open-Source-Programme als Ersatz für PDFCreator in Frage kommen und welche Eigenschaften sie mitbringen.

Warum nach einer Open-Source-Alternative zu PDFCreator suchen?

PDFCreator ist zwar kostenlos nutzbar, aber die Software ist nicht vollständig quelloffen, was für viele Anwender eine Rolle spielt. Open-Source-Software bietet Transparenz, Anpassbarkeit und in der Regel eine große Community-Unterstützung. Zudem vermeiden Nutzer auf diese Weise versteckte Kosten oder Einschränkungen durch proprietäre Lizenzmodelle. Deshalb bestehen vielfach Anforderungen, eine echte Open-Source-Alternative zu PDFCreator zu finden, die ebenfalls einfach PDF-Dokumente erzeugen kann.

Funktionen, die eine PDFCreator-Alternative abdecken sollte

Beim Wechsel zu einem anderen Tool ist es wichtig zu prüfen, ob die zentrale Funktionalität erhalten bleibt. PDFCreator ermöglicht das Erstellen von PDFs aus verschiedenen Anwendungen per virtuellem Druckertreiber. Dazu gehören Optionen wie das Zusammenfügen mehrerer Dateien, Verschlüsselung, Wasserzeichen oder automatisierte Abläufe. Eine gute Open-Source-Alternative sollte daher möglichst ähnliche oder erweiterte Funktionalitäten bieten und gleichzeitig plattformunabhängig oder zumindest für Windows verfügbar sein.

Bekannte Open-Source-Alternativen zu PDFCreator

Ein Klassiker unter den Open-Source-PDF-Erstellern ist PDFsam Basic. Dies ist eine Anwendung zur Zusammenstellung, Aufteilung und Manipulation von PDF-Dateien. Allerdings stellt PDFsam keinen virtuellen Drucker zur Verfügung, sondern arbeitet direkt mit bestehenden PDFs.

Eine direktere Alternative im Sinne eines virtuellen Druckertreibers ist PDF Arranger. Diese Anwendung basiert auf GTK und erlaubt ähnlich wie PDFsam das Zusammenfügen und Drehen von PDFs, bietet jedoch keine Druckertreiber-Funktion.

Eine echte Suite, die auch den virtuellen Drucker bereitstellt, ist das Projekt cups-pdf, welches besonders auf Linux-Systemen verbreitet ist. Es emuliert einen PDF-Drucker über das Common Unix Printing System (CUPS), womit auf allen druckfähigen Anwendungen PDF-Dateien erzeugt werden können. Diese Lösung ist vollständig Open Source, allerdings primär für Unix-ähnliche Betriebssysteme geeignet.

Für Windows-Systeme stellt Ghostscript zusammen mit RedMon (Redirected Port Monitor) eine Möglichkeit dar, eine virtuelle PDF-Druckerfunktion zu realisieren. Ghostscript ist eine mächtige Open-Source-Interpreter-Software für PDF und PostScript, während RedMon die Umleitung eines Druckerports ermöglicht. Diese Kombination erfordert jedoch eine komplexere Einrichtung und ist weniger benutzerfreundlich als PDFCreator.

Zusammenfassung und Empfehlung

Die Suche nach einer vollwertigen Open-Source-Alternative zu PDFCreator mit vergleichbarem Funktionsumfang und einfachem Setup gestaltet sich je nach Betriebssystem unterschiedlich. Auf Linux-Systemen ist cups-pdf die Standardlösung mit virtuellem Drucker. Für Desktop-Anwender, die PDFs bearbeiten oder zusammenfügen möchten, sind PDFsam oder PDF Arranger sinnvoll, bieten jedoch nicht die direkte Druckertreiber-Funktion. Unter Windows lässt sich durch Kombination von Ghostscript und RedMon eine ähnliche Funktion einrichten, jedoch mit mehr Aufwand.

Wer also Wert auf vollständige Open-Source-Lösungen legt und hauptsächlich PDFs aus Anwendungen heraus erstellen möchte, muss mit gewissen Kompromissen rechnen oder auf alternative Herangehensweisen ausweichen. Aktuelle Entwicklungen sollten im jeweiligen Open-Source-Repository oder in Foren geprüft werden, da sich Projekte stetig weiterentwickeln.

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