Welche Netzwerkeinstellungen muss ich konfigurieren, damit eine VM Internetzugang hat?

Melden
  1. Virtuelle Netzwerkkonfiguration
  2. Verwendung von NAT
  3. Verwendung von Bridged Network
  4. IP-Adressierung der VM
  5. Firewall- und Sicherheitseinstellungen
  6. Zusammenfassung

Virtuelle Netzwerkkonfiguration

Damit eine virtuelle Maschine (VM) Internetzugang erhält, müssen die Netzwerkeinstellungen so konfiguriert sein, dass die VM in der Lage ist, über den Host-Computer oder ein physisches Netzwerk den Zugriff auf das Internet zu erhalten. Die Art der Verbindung, die Sie wählen, beeinflusst maßgeblich, wie die VM mit dem Host und dem externen Netzwerk interagiert. Üblicherweise gibt es mehrere Netzwerkmodi, wie NAT (Network Address Translation), Bridged (Brücke) und Host-only. Für den Internetzugang wird meist entweder NAT oder Bridged verwendet.

Verwendung von NAT

Der NAT-Modus ermöglicht es der VM, ohne spezielle Netzwerkkonfiguration Zugang zum Internet zu erhalten. Die VM verwendet dabei eine interne IP-Adresse, die vom Hypervisor (z.B. VMware, VirtualBox) zugewiesen wird, und dieser übersetzt deren Netzwerkpakete auf die IP-Adresse des Host-Rechners. Das bedeutet, dass die VM sozusagen "hinter" dem Host sitzt und das gleiche Internet wie der Host verwendet. Für viele Anwendungen ist dies die einfachste Konfiguration, da keine zusätzliche Einrichtung im Netzwerk notwendig ist.

Verwendung von Bridged Network

Im Bridged-Modus wird die VM direkt in das physische Netzwerk eingebunden, als ob sie ein eigenständiger Computer in diesem Netzwerk wäre. Die VM erhält dabei in der Regel eine eigene IP-Adresse aus dem Netzwerk des Hosts (z.B. vom DHCP-Server des Routers). Dies ermöglicht volle Netzwerkfunktionalität, allerdings kann es sein, dass je nach Netzwerkumgebung oder Sicherheitsrichtlinien, Anpassungen wie das Freischalten der VM im Router notwendig sind. Bridged eignet sich besonders, wenn die VM von anderen Geräten im Netzwerk direkt erreichbar sein soll.

IP-Adressierung der VM

Damit die VM korrekt mit dem Internet kommunizieren kann, benötigt sie eine gültige IP-Adresse. Bei beiden vorgestellten Modi wird diese meist automatisch per DHCP vom Hypervisor (bei NAT) oder vom Netzwerk-Router (bei Bridged) vergeben. Alternativ kann man auch eine statische IP-Adresse konfigurieren, wobei dann darauf zu achten ist, dass die IP im richtigen Subnetz liegt und keine Adresskonflikte entstehen. Neben der IP-Adresse müssen Subnetzmaske, Gateway und DNS-Server korrekt eingestellt sein, damit die Namensauflösung funktioniert und die Datenpakete den richtigen Weg ins Internet finden.

Firewall- und Sicherheitseinstellungen

Auch wenn die Netzwerkeinstellungen technisch korrekt konfiguriert sind, können lokale Firewalls auf dem Host oder der VM den Internetzugang blockieren. Prüfen Sie daher, dass keine Firewall-Regeln den ausgehenden Verkehr der VM einschränken. Im Unternehmensumfeld kann es sein, dass zusätzliche Proxy- oder Sicherheitslösungen installiert sind, die ebenfalls konfiguriert werden müssen, damit die VM Zugang zum Internet erhält.

Zusammenfassung

Zusammenfassend muss die VM über eine Netzwerkschnittstelle verfügen, die entweder per NAT oder Bridged mit dem Host-Netzwerk verbunden ist. Die IP-Konfiguration sollte idealerweise per DHCP erfolgen oder falls statisch, korrekt eingetragen sein. Firewall-Einstellungen auf Host und VM dürfen die Netzwerkverbindung nicht blockieren. Mit diesen Einstellungen kann eine VM in der Regel ohne Probleme auf das Internet zugreifen.

0

Kommentare