Welche IP-Schutzart ist für Outdoor-Elektronik am besten geeignet?
- Einführung in den IP-Schutz
- Wichtige Schutzanforderungen für Outdoor-Elektronik
- Empfohlene IP-Schutzarten für den Außenbereich
- Fazit
Einführung in den IP-Schutz
Die IP-Schutzart, auch Ingress Protection genannt, gibt an, wie gut ein Gerät gegen das Eindringen von Fremdkörpern wie Staub und gegen das Eindringen von Wasser geschützt ist. Die Schutzart wird durch zwei Ziffern nach dem Kürzel "IP" beschrieben: Die erste Ziffer bezeichnet den Schutz gegen feste Fremdkörper, die zweite Ziffer den Schutz gegen Wasser. Für Outdoor-Elektronik sind beide Schutzaspekte entscheidend, da diese Geräte häufig rauen Umweltbedingungen mit Staub, Regen, Schnee oder sogar Untertauchen ausgesetzt sind.
Wichtige Schutzanforderungen für Outdoor-Elektronik
Outdoor-Elektronik muss zuverlässig gegen das Eindringen von Staub geschützt sein, da Staub und Schmutz die Funktionsweise empfindlicher Elektronik stark beeinträchtigen können. Ebenso wichtig ist ein hoher Wasserschutz, um das Gerät vor Regen, Spritzwasser und gelegentlichem Eintauchen in Wasser zu schützen. Je nach Einsatzort kann es erforderlich sein, dass die Elektronik dauerhaft gegen starken Regen, Strahlwasser aus verschiedenen Richtungen oder sogar gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt ist.
Empfohlene IP-Schutzarten für den Außenbereich
Für die meisten Outdoor-Anwendungen ist mindestens eine Schutzart von IP65 zu empfehlen. Die "6" in der ersten Ziffer bedeutet "staubdicht", also ein vollständiger Schutz gegen das Eindringen von Staub. Die "5" in der zweiten Ziffer steht für Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigen Richtungen, was bedeutet, dass das Gerät auch bei starkem Regen oder Spritzwasser geschützt ist.
Für besonders anspruchsvolle Anwendungen, bei denen das Gerät zeitweise unter Wasser gesetzt werden kann oder ständig mit stärkerer Wassereinwirkung rechnen muss, eignet sich die Schutzart IP67 oder IP68. Die "7" bedeutet Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser (normalerweise bis zu 1 Meter Tiefe bis 30 Minuten), während die "8" für dauerndes Untertauchen unter definierten Bedingungen steht. Geräte mit IP68 sind somit am besten für besonders feuchte oder sogar unterwassernahe Umgebungen geeignet.
Fazit
Für Outdoor-Elektronik ist mindestens eine Schutzart von IP65 ratsam, da diese einen effektiven Schutz gegen Staub und gegen starken Regen oder Spritzwasser bietet. Wenn die Anwendung jedoch höhere Ansprüche an die Wasserdichtigkeit stellt, wie beispielsweise zeitweiliges Untertauchen, sollten IP67 oder IP68 bevorzugt werden. Generell gilt: Je höher die IP-Schutzklasse, desto besser ist der Schutz gegen Umwelteinflüsse, was die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Outdoor-Elektronik deutlich erhöht.
