Welche Dateisysteme unterstützt Carbon Copy Cloner für Quelle und Ziel?

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  1. Kurzüberblick
  2. Unterstützte Dateisysteme als Quellvolumen
  3. Unterstützte Dateisysteme als Ziel (Allgemeines)
  4. Bootfähigkeit und macOS-spezifische Eigenschaften
  5. Netzwerkvolumes und Images als Ziel
  6. Einschränkungen und Hinweise

Kurzüberblick

Carbon Copy Cloner (CCC) unterstützt beim Lesen (Quelle) und Schreiben (Ziel) eine Reihe von Dateisystemen, die macOS selbst erkennt und verarbeiten kann. Welche Operationen möglich sind (vollständiges Klonen, inkrementelle Sicherung, bootfähiges Laufwerk) hängt sowohl vom Dateisystem als auch von der macOS-Version und den verwendeten Treibern ab.

Unterstützte Dateisysteme als Quellvolumen

Als Quelle kann CCC grundsätzlich jede Platte oder Partition verwenden, die macOS mounten und lesen kann. Dazu gehören APFS (Apple File System) inklusive APFS-verschlüsselter Volumes, HFS+ (Mac OS Extended, Journaled) und FAT32/exFAT sowie NTFS, sofern ein entsprechender Treiber installiert ist (macOS liest NTFS standardmäßig schreibgeschützt, daher ist Lesen möglich). Netzwerkvolumes sind als Quelle nutzbar, sofern sie über das Netzwerkprotokoll gemountet sind (SMB, AFP, NFS, WebDAV etc.). Auch Images (sparsebundle, dmg) und verschlüsselte Container, sobald diese vom System eingebunden sind, können als Quelle dienen.

Unterstützte Dateisysteme als Ziel (Allgemeines)

Für Ziele gelten strengere Anforderungen: um ein bootfähiges macOS-Ziel zu erstellen, muss das Ziel ein von macOS bootfähiges Format verwenden und mit der verwendeten macOS-Version kompatibel sein. CCC kann auf APFS-Volumes schreiben (dies ist das bevorzugte Format für moderne macOS-Versionen ab macOS 10.13 High Sierra), auf HFS+ (Mac OS Extended) und auf gemountete Netzwerkvolumes, wenn die Berechtigungen und das Protokoll das Schreiben zulassen. FAT32 und exFAT sind schreibbar, eignen sich aber nicht für vollständige macOS-Systemklone (keine Unterstützung für macOS-spezifische Metadaten, Berechtigungen, Bootloader). Ohne zusätzliche Treiber ist NTFS unter macOS nicht nativ schreibbar; mit Drittanbieter-Treibern kann CCC jedoch auf NTFS-Ziele schreiben, wobei Bootfähigkeit nicht gewährleistet ist.

Bootfähigkeit und macOS-spezifische Eigenschaften

Ein Ziel, das bootfähig sein soll, muss das von der jeweiligen macOS-Version erwartete Schema und Dateisystem haben: neuere macOS-Versionen verwenden APFS-Container und benötigen GUID-Partitionstabelle (GPT). Ältere Systeme und manche Recovery-/Firmware-Anforderungen nutzen HFS+. CCC unterstützt die Erstellung und Verwaltung von APFS-Containern und HFS+-Volumes als Ziel, inklusive der Übernahme von Berechtigungen, systemrelevanten Metadaten und Recovery-Partitionen, soweit das System und das Ziellaufwerk dies zulassen.

Netzwerkvolumes und Images als Ziel

CCC kann Sicherungsziele auf Netzwerkfreigaben (SMB/AFP) und auf lokalen Disk-Images (dmg, sparsebundle) erstellen und aktualisieren. Netzwerkdateisysteme können Einschränkungen haben: manche macOS-spezifischen Attribute oder Hardlinks werden nicht immer vollständig erhalten, was Auswirkungen auf bootfähige Klone haben kann. Disk-Images lassen sich so konfigurieren, dass sie das gewünschte Dateisystem (APFS oder HFS+) enthalten und damit besser für Systemklone geeignet sind.

Einschränkungen und Hinweise

Nicht jedes Dateisystem eignet sich für alle Arten von Sicherungen: FAT32/exFAT fehlen macOS-Berechtigungen und Metadaten; NTFS ist ohne Zusatztreiber eingeschränkt; bestimmte ältere oder exotische Dateisysteme, die macOS nicht nativ unterstützt, sind nur mit passenden Treibern nutzbar und können Funktionseinschränkungen haben. Für bootfähige Klone empfiehlt sich APFS (modern) oder HFS+ (bei älteren macOS-Versionen) auf einer GPT-partitionierten Platte.

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