Welche Backup-Speicherorte werden von Duplicati offiziell unterstützt?

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  1. Lokaler Dateisystemspeicher
  2. Remote-Dateiserver (SMB/CIFS, NFS, WebDAV)
  3. Cloud-Object-Storage (S3-kompatible Dienste)
  4. Backblaze B2
  5. Microsoft Azure Blob Storage
  6. Google Cloud Storage
  7. FTP und SFTP (SSH)
  8. Microsoft OneDrive, Google Drive, Dropbox
  9. OpenStack Swift

Duplicati unterstützt eine Vielzahl von Speicherzielen (Backends) für die Sicherung von Daten. Im Folgenden werden die wichtigsten offiziell unterstützten Speicherorte beschrieben, jeweils mit den typischen Einsatzszenarien, Protokollen und Besonderheiten.

Lokaler Dateisystemspeicher

Als einfachster Zieltyp kann Duplicati Backups direkt in lokale Verzeichnisse und auf angeschlossene Laufwerke schreiben. Dies umfasst interne Festplatten, SSDs, externe USB-Festplatten und Netzlaufwerke, die im Betriebssystem als Dateisystem eingebunden sind. Vorteile sind einfache Einrichtung, hohe Geschwindigkeit und vollständige Kontrolle über die Daten; Nachteile sind fehlende geografische Redundanz und geringerer Schutz bei physischen Schäden oder Diebstahl.

Remote-Dateiserver (SMB/CIFS, NFS, WebDAV)

Duplicati kann auf entfernte Dateifreigaben und WebDAV-Server sichern. Typische Einsatzorte sind NAS-Geräte (via SMB/CIFS oder NFS) und WebDAV-fähige Speicherdienste beziehungsweise eigene WebDAV-Server. Diese Optionen eignen sich für Heimanwender und kleine Firmen, die bereits ein NAS betreiben, und bieten einfachen Zugriff über das Netzwerk.

Cloud-Object-Storage (S3-kompatible Dienste)

Viele Cloud-Anbieter stellen S3-kompatible Objekt-Storage-Dienste bereit, die Duplicati unterstützt. Dazu gehören Amazon S3 selbst sowie kompatible Dienste wie DigitalOcean Spaces, Wasabi, Backblaze B2 (mit eigenem Protokoll), und andere S3-kompatible Anbieter. Objekt-Storage bietet hohe Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und geografische Replikation. Typisch sind Gebühren für Speicherplatz und Netzwerktransfers sowie optionales Verschlüsselungs- und Lifecycle-Management.

Backblaze B2

Backblaze B2 wird oft separat genannt, weil es ein beliebter, kostengünstiger Cloud-Speicher für Backups ist und in Duplicati direkt unterstützt wird. B2 bietet gute Preis-/Leistungswerte für langfristige Archivierung; Duplicati kann dort verschlüsselte, deduplizierte Backup-Sets ablegen.

Microsoft Azure Blob Storage

Duplicati unterstützt Microsoft Azure Blob Storage als Backupziel. Azure Blob ist besonders relevant für Anwender und Unternehmen, die bereits Azure-Dienste nutzen und von der Integration mit anderen Azure-Ressourcen profitieren wollen.

Google Cloud Storage

Als weitere Cloud-Option unterstützt Duplicati Google Cloud Storage, das ähnlich wie S3 Objekt-Storage bereitstellt. Gut geeignet für Google-Cloud-Nutzer und für größere, weltweit verteilte Setups.

FTP und SFTP (SSH)

Für einfache entfernte Speicherorte kann Duplicati FTP oder SFTP (über SSH) verwenden. FTP eignet sich für legacy-Setups, ist aber weniger sicher als SFTP; SFTP bietet verschlüsselte Übertragung und wird häufig für sichere, remote gehostete Ablagen genutzt.

Microsoft OneDrive, Google Drive, Dropbox

Duplicati bietet Integrationen zu populären Consumer-Cloudspeichern wie Microsoft OneDrive, Google Drive und Dropbox. Diese Dienste sind komfortabel für Heimanwender und kleine Teams, haben jedoch oft Beschränkungen hinsichtlich API-Rate, Dateigrößen und Kostenmodell, die bei großen Mengen an Backup-Daten relevant werden können.

OpenStack Swift

OpenStack Swift (Object Storage) wird ebenfalls unterstützt und ist vor allem für private Cloud-Installationen in Unternehmen interessant, die OpenStack als Infrastruktur nutzen.

Abschließend: Duplicati deckt sowohl lokale und Netzwerkdateisysteme als auch eine breite Palette von Cloud- und Objekt-Speichern ab, einschließlich S3-kompatibler Anbieter, spezialisierten Clouds wie Backblaze B2, Azure Blob, Google Cloud Storage sowie traditionellen Protokollen wie FTP/SFTP und WebDAV. Bei der Auswahl des Speicherorts sollten Faktoren wie Sicherheit (Verschlüsselung, Übertragungssicherheit), Kosten, Verfügbarkeit, Latenz und Skalierbarkeit berücksichtigt werden.

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